"Rechnet man die Finanzbranche und alle Sondereffekte heraus, dann enden wir im ersten Quartal bei plus minus null", sagt LBBW-Experte Köhler. Nach wie vor glänzt eine knappe Mehrheit mit geringen, zum Teil auch ansehnlichen Zuwächsen.
Die größten Pluszeichen erwarten Analysten bei der Deutschen Börse (Profiteur der Börsenturbulenzen), MAN (Profiteur des Schwellenländer-Booms, kaum US-Geschäft) und Thyssen-Krupp. Der Stahlriese profitiert vor allem von Sondereffekten. 2007 belastete die 480-Mill.-Euro-Strafe im Aufzugsskandal.
Auffällig ist, dass die mittelgroßen Unternehmen die Finanzkrise und die nachlassende Weltwirtschaft besser meistern. Für die 50 Unternehmen im MDax rechnet die LBBW mit einem Zuwachs des Nettogewinns um mehr als 50 Prozent. Selbst unter Ausklammern verzerrender Effekte werden die Firmen weiter zulegen.
Ein Grund ist, dass Banken und Versicherer eine kleinere Rolle als im Dax spielen. Zudem kehrt sich der übliche "Nachfolgeeffekt" um: Zu Beginn eines jeden Aufschwungs, wie zuletzt im Jahr 2003, profitieren zuerst die globalisiertesten Großkonzerne. Sie finden sich vor allem im Dax. Hier spiegelt sich aber auch als Erstes eine nachlassende Weltkonjunktur wider.

