Wie versammeln Sie die fast 20 000 Mitarbeiter der Nutzfahrzeugsparte hinter sich? Miteinander ins Gespräch zu kommen und umfassende Transparenz zu schaffen, ist mir wirklich wichtig. Das war vor anderthalb Jahren das Startsignal, als sich das Vorstandsteam unserer Marke neu formiert hat. So bin ich beruflich groß geworden. Volkswagen Nutzfahrzeuge ist meine dritte Firma – und da nimmt man überall ein paar gute Erfahrungen mit. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran? Wir haben eine Open-Office-Strategie. Unsere Wände sind wirklich aus Glas. Der Vorstand sitzt in einem Großraumbüro, mitten in einem Gang. Da laufen auch Mitarbeiter durch. Eines ist doch klar: Ich kann allein nicht besser sein als meine fünf Vorstandskollegen. Und die können nicht besser sein als ihre 30 Bereichsleiter. Das Entscheidende ist: Wir müssen glaubwürdig sein. Unser Geschäftserfolg muss der Erfolg der Mitarbeiter sein.
Dennoch gelten die Nutzfahrzeuge innerhalb des Autokonzerns VW eher als Mauerblümchen. Unser Kerngeschäft mit leichten Nutzfahrzeugen ist ein anderes als bei unseren PKW-Kollegen. Wir nutzen gemeinsam z.B. Aggregate und Plattformen, haben aber im Vertrieb ein ganz anderes Geschäftsmodell. Wir sind stolz darauf, ein Teil dieser wertvollen und erfolgreichen Marke zu sein. Fahren Sie selbst LKW? Ich kann alles fahren, was sich auf Rädern bewegt – bis auf einen Panzer. Sie waren früher Manager bei BMW, haben viele Jahre in München gelebt. Seit 2004 sind Sie bei Volkswagens Nutzfahrzeugsparte in Hannover. Haben Sie sich gut eingelebt? Wir sind gleich umgezogen. Das habe ich als Industrienomade schon immer so gemacht. Nach 13 Jahren in München haben viele Freunde dort den Wechsel nach Hannover nicht verstanden. Aber schon nach kurzer Zeit habe ich mich hier wohl gefühlt. Das ist eine ganz andere Welt. Wir orientieren uns jetzt mehr nach Nord- und Ostsee. | ||||||||||||||||||||||||
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