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14.02.2008 
Konzernstrategie

Ehemaliger Daimler-Chef Reuter wettert gegen Nachfolger

Der 1995 als Daimler -Chef abgetretene Edzard Reuter ist noch immer von der Richtigkeit seiner Vision eines "integrierten Technologiekonzerns" überzeugt. "Ich wollte dem Unternehmen neue Dimensionen eröffnen", sagte Reuter dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Reuter wollte Ende der 80er-Jahre aus dem reinen Automobilunternehmen einen Technologiekonzern schaffen, der auf mehr als einem Standbein steht. Einer der bekanntesten Daimler -Zukäufe war damals die AEG. Das Scheitern seiner Idee führt Reuter auf seinen Nachfolger Jürgen Schrempp und den ehemaligen Aufsichtsratschef Hilmar Kopper zurück. "Mein Nachfolger und der damalige Vorsitzende des Aufsichtsrates haben die Umsetzung mutwillig abgebrochen - obwohl allen klar war, dass die Strategie viel Geduld bedurft hätte", sagte Reuter.

Eigene Fehler lässt Reuter, der am Samstag 80 Jahre alt wird, nur im Bereich der Kommunikation gelten. "Ich dachte, die Idee ist richtig und wird deshalb auch umgesetzt. Aber ich musste sehen, welch ein Irrtum das ist. Die Mitarbeiter haben das Thema intellektuell begriffen, aber nicht emotional angenommen", sagte Reuter.

Zum wiederholten Male wetterte Reuter gegen die Forderung von "Shareholder Value im Quartalsabstand". Vorstände müssten "ihren Aktionären klarmachen, dass sich der Wert eines Unternehmens langfristig besser entwickelt." Porsche sei, allemal nach dem Einstieg bei VW, ein gutes Beispiel dafür, sagte der ehemalige Daimler -Chef.

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