| HANDELSBLATT, Dienstag, 13. November 2007, 11:47 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Nach DocMorris-Übernahme | ||||||||||||||||||||||||
Wütende Apotheker strafen Celesio ab | ||||||||||||||||||||||||
Der Pharmahändler Celesio hat mit der Übernahme der Apothekenmarke DocMorris die deutschen Apotheker gegen sich aufgebracht und musste daher beim Großhandels-Umsatz Einbußen hinnehmen. Doch auch andere Faktoren belasteten das Unternehmen. | ||||||||||||||||||||||||
HB FRANKFURT. Der Großhandels-Umsatz in Deutschland sank in den ersten neun Monaten um 1,7 Prozent, wie Celesio Zum gut vierprozentigen Umsatzplus auf 16,6 Mrd. Euro im Konzern trugen die knapp 120 vor allem in Großbritannien zugekauften Apotheken wesentlich bei. Die deutschen DocMorris-Apotheken hätten nur für einen kleinen Wachstumsimpuls gesorgt, sagte ein Firmensprecher. Langfristig erhofft sich der Konzern aber florierende Geschäfte der Kette, deren Stärke sich innerhalb von fünf Jahren auf 500 Apotheken verzehnfachen soll. Beim Betriebsgewinn (Ebit) glich die Steigerung um gut ein Zehntel im Einzelhandelsgeschäft das Minus von zwei Prozent im dominierenden Großhandel aus. Vor Steuern verdiente der Konzern in den ersten neun Monaten mit 452 Mill. Euro zwei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Überschuss stieg um 1,7 Prozent auf 320 Mill. Euro. Die Erwartungen der Analysten verfehlte Celesio Für das Gesamtjahr rechnet der Stuttgarter Konzern zum 21. Mal in Folge mit einem Anstieg des Ergebnisses vor Steuern. Die im Vorjahr erreichte Wachstumsrate von gut sechs Prozent hatte das Unternehmen allerdings bereits zum Halbjahr abgeschrieben. Celesio Der verschärfte Wettbewerb in Deutschland und gestiegene Finanzierungskosten infolge der DocMorris-Übernahme belasteten das Geschäft zusätzlich, teilte das Unternehmen mit. Weitere herbe Umsatzverluste durch Apotheken, die sich von Celesio | ||||||||||||||||||||||||
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