| HANDELSBLATT, Dienstag, 27. November 2007, 21:00 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Nebenwirkungen | ||||||||||||||||||||||||
Tamiflu ist gefährlicher als gedacht | ||||||||||||||||||||||||
Von Oliver Stock | ||||||||||||||||||||||||
In den USA wird Dienstag und Mittwoch eine Beratungskommission der heimischen Gesundheitsbehörde bei ihrem alljährlichen Treffen auch das Grippe-Medikament Tamiflu von Roche genauer unter die Lupe nehmen. Dabei geht es darum, ob ein bereits vorhandener Warnhinweis auf dem Beipackzettel des Medikaments möglicherweise schärfer formuliert werden muss. | ||||||||||||||||||||||||
ZÜRICH. Entscheidet die Kommission in diese Richtung, würde das einen Rückschlag für den Schweizer Pharmahersteller bedeuten, der bislang sein stark nachgefragtes Grippemedikament als unbedenklich einstuft. Analysten wie die der Schweizer Privatbank Clariden-Leu sehen die Gefahr, dass der Roche Konkret geht es bei dem Warnhinweis um die Wirkung von Tamiflu bei Kindern. Roche Unter anderem wurde in Tierversuchen die Auswirkung von Tamiflu auf das Gehirn untersucht. Dass bei einem Medikament, das bereits auf dem Markt ist, noch einmal Tierversuche gemacht werden, ist selten und hängt mit einer Diskussion in Japan zusammen: Vermutet wird, dass Tamiflu bei Jugendlichen gefährliche Verwirrungszustände auslösen könnte. Ende März hatten die japanischen Behörden deswegen vor einer Verschreibung des Medikaments an Jugendliche gewarnt. In Japan wird Tamiflu auch bei normaler Grippe häufig eingenommen,und es gab immer wieder Berichte, Jugendliche seien nach der Einnahme von Gebäuden gesprungen oder gefallen. Für Roche "Wir nehmen das sehr ernst“, sagte ein Sprecherin des Schweizer Konzerns dazu. Für Roche Lesen Sie weiter auf Seite 2: Höhepunkt bereits überschritten | ||||||||||||||||||||||||
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