| HANDELSBLATT, Mittwoch, 20. Februar 2008, 09:59 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Pharmaindustrie | ||||||||||||||||||||||||
Pharmaunternehmen schauen auf US-Wahl | ||||||||||||||||||||||||
Von Maike Telgheder | ||||||||||||||||||||||||
Steigende Konkurrenz durch Generika, wachsender Preisdruck und auslaufender Patentschutz für die Verkaufsschlager - die Pharmabranche steht vor großen Herausforderungen. Nun wirft in den USA, wo die Pharmaindustrie laut IMS Health fast 48 Prozent ihrer weltweiten Medikamentenumsätze macht, die Wahl eines neuen Präsidenten ihren Schatten voraus. | ||||||||||||||||||||||||
FRANKFURT. Das Gesundheitssystem ist eines der zentralen Wahlkampfthemen - hier sehen alle Branchenbeobachter die Notwendigkeit einer Reform. "Kostendämpfung wird eine der zentralen Fragen im amerikanischen Gesundheitssystem sein", meint Alexander Natz, Leiter des Brüsseler Büros des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Und das dürfte Folgen für die Pharmaindustrie haben. Obwohl die USA die höchsten Pro-Kopf-Gesundheitskosten haben, gilt das System im internationalen Vergleich als nicht besonders leistungsfähig. Nach den letzten verfügbaren OECD-Zahlen lag der Anteil der Gesundheitskosten in den USA bei 15 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes, Deutschland erreicht knapp elf Prozent. Relativ wenige Amerikaner kommen in den Genuss von Erster-Klasse-Medizin, aber auf der anderen Seite sind 47 Millionen oder 16 Prozent der Bevölkerung nicht krankenversichert. "Die Wahlen in den USA werden in diesem Jahr sicher noch für die eine oder andere Schlagzeile sorgen, die die Aktien bewegen wird", meint Chris Donnellan, Analyst von Dresdner Kleinwort mit Blick auf die Medizintechnikbranche. Die hat in den vergangenen beiden Jahren bereits die Sparpolitik von George Bush zu spüren bekommen, der den staatlichen Gesundheitssystemen mit dem "Deficit Reduction Act" einen Kostenabbau von 40 Mrd. Dollar innerhalb von fünf Jahren verordnet hat. "Auch die amerikanische Pharmaindustrie muss bei einem Wachwechsel mit Gegenwind aus dem Weißen Haus rechnen", meint Barbara Ryan von Deutsche Bank Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Programme der Kandidaten. | ||||||||||||||||||||||||
|
|
MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK: |
| Ford plant milliardenschweren Wertpapierverkauf |
|
| Henkel will US-Beteiligung Ecolab abstoßen |
|
| Ex-Boeing-Tochter wird Airbus-Partner für A350 |
|
| „Westeuropa ist für uns noch kein reifer Markt“ |
|
| Rohstoffpreise belasten Daimler deutlich stärker |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps |
|
| ©
Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH - Economy.One 2008 Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte beachten Sie auch folgende Nutzungshinweise,die Datenschutzerklärung und das Impressum. |
|
