Der Münchener Autobauer BMW hat kurz vor dem Fest mit der Meldung aufhorchen lassen, mehrere tausend Stellen streichen zu wollen. Was für die Betroffenen ein unliebsamer Weihnachtsschock sein dürfte, überrascht Analysten und selbst die IG Metall keineswegs. Und die Investoren zeigen sich hocherfreut.
HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Die BMW
-Aktie
legte nach der Ankündigung an der Börse deutlich zu und notierte zeitweise fast 4,5 Prozent fester. Damit führte sie die Gewinnerliste im deutschen Leitindex an.
Die Meldung über den Abbau von 8 000 Stellen komme nicht überraschend, sagt die NordLB. Nachdem die Reaktion auf die Verkündung des Strategiepapiers im September 2007 relativ enttäuschend ausgefallen sei, sehe sich das Management nun offensichtlich zu weiteren Schritten gezwungen. BMW
folge damit letztlich der Notwendigkeit, die Volkswagen
und Daimler mit dem Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen vor geraumer Zeit vorgelebt hätten. Während sich die Absatzseite des BMW
-Konzerns
durchaus gut entwickele, scheine der Konzern ein Kostenproblem zu haben.
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Betroffen seien vor allem Leiharbeiter, betonte der Konzern. Ihr Anteil ist vor allem im Leipziger Werk besonders hoch. Auch in der Stammbelegschaft sind aber größere Einschnitte geplant. Derzeit hat BMW
gut 107 000 eigene Beschäftigte.
Auch die IG Metall nannte den angekündigten Stellenabbau bei BMW
"nicht überraschend". Da BMW
zudem im nächsten Jahr unter anderem beim 7er die Produktion umstelle, sei es nicht ungewöhnlich, dass die Zahl der Leiharbeiter reduziert werde.
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