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27.02.2008 
Sparprogramm des Autobauers

BMW bestätigt Abbau von 8 100 Stellen

Der Autobauer BMW hat den Abbau von 8 100 Stellen bestätigt. Von den Kürzungen seien im Inland 5 000 Zeitarbeiter und 2 500 Kräfte der Stammbelegschaft betroffen, außerdem 600 fest angestellte Beschäftigte im Ausland. Und für die Mitarbeiter könnte es noch schlimmer kommen.

Endkontrolle eines 5er-BMW im Werk Dingolfing. Foto: dpaLupe

Endkontrolle eines 5er-BMW im Werk Dingolfing. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Die Kürzungspläne waren bereits vor Weihnachten bekannt geworden, BMW hatte bislang aber keine konkrete Zahl genannt. Das holte BMW -Personalvorstand Ernst Baumann am Mittwoch in München nach. Insgesamt beschäftigt BMW weltweit knapp 108 000 Menschen, davon rund 80 000 im Inland. Bis Jahresende 2008 werde BMW noch 3 200 Zeitarbeiter beschäftigen.

Der Vorstand betonte, so weit es handle sich um Angestellte von Zeitarbeitsfirmen, gelte: "Dort werden sie ihren Arbeitsplatz auch behalten."

Bei den Zeitarbeitskräften hätten bereits 2 500 externe Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Der Rest soll im Laufe des Jahres folgen. Auf Seiten der Stammbelegschaft soll der Abbau auf freiwilliger Basis erfolgen, geplant sind hier Altersteilzeitregelungen und Abfindungen. Betroffen sind Baumann zufolge alle BMW -Standorte im Inland, lediglich in Leipzig sind nur marginale Korrekturen geplant. Die Kürzungen sind Teil eines milliardenschweren Sparprogramms, mit dem BMW seinen jahrelangen Renditeverfall stoppen will. Der Autobauer will bis 2012 insgesamt rund sechs Mrd. Euro sparen und seine Rendite im Auto-Segment auf acht bis zehn Prozent steigern. BMW will seinen Absatz bis dahin auf 1,8 Millionen Fahrzeuge steigern. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 1,5 Millionen.

Die IG Metall kritisierte die Einsparungen als "Kulturbruch" im Umgang mit den Beschäftigten und warnte vor "kurzsichtigem Renditedenken". Der Stellenabbau sei angesichts eines Vorsteuergewinns von zuletzt 3,7 Milliarden Euro nur schwer nachzuvollziehen, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schwacher Dollar könnte zu weiterem Jobabbau führen

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