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13.03.2008 
Autobauer stockt Dividende auf

BMW kann Anleger nicht zufrieden stellen

Wegen des schwachen Dollars und teurer Rohstoffe tritt der Autobauer BMW beim Gewinn auf der Stelle. Nach Steuern wurde jedoch ein neuer Spitzenwert erreicht. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. An der Börse wurde das aber nicht honoriert.

BMW-Chef Norbert Reithofer ist auf einen Sparkurs umgeschwenkt. Foto: apLupe

BMW-Chef Norbert Reithofer ist auf einen Sparkurs umgeschwenkt. Foto: ap

HB MÜNCHEN. Das Ergebnis vor Steuern lag im vergangenen Jahr bei 3,87 Mrd. Euro, wie der Münchner Konzern am Donnerstag berichtete. Dies ist ein Plus von 0,6 Prozent zum Vorjahr, wenn man einen Einmalgewinn außer Acht lässt, unbereinigt ergab sich ein Minus von 6,1 Prozent. "Wir haben 2007 alle unsere selbst gesteckten Ziele erreicht", sagte BMW -Chef Norbert Reithofer. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich dank Steuereffekten um neun Prozent auf den Spitzenwert von 3,13 Mrd. Euro.

Das soll den Aktionären stärker zugute kommen als bisher üblich: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 8. Mai vor, die Dividende auf 1,06 (Vorjahr: 0,70) Euro je Stammaktie und auf 1,08 (0,72) Euro je Vorzugsaktie zu erhöhen. "Wir wollen unsere Anteilseigner auch in Zukunft deutlich stärker am Unternehmenserfolg beteiligen", sagte Reithofer. An der Börse lag der Kurs der BMW -Aktie trotzdem zeitweise mehr als fünf Prozent im Minus.

Währungseffekte und höhere Rohstoffkosten hätten den Konzern erneut stark belastet; wie hoch die Negativeinflüsse waren, will BMW auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag erläutern. Die Münchner leiden besonders unter dem schwachen Dollar, weil die USA ihr größter Absatzmarkt - noch vor Deutschland - sind. Auch deshalb ist Vorstandschef Reithofer auf einen Sparkurs umgeschwenkt. Trotz der jüngsten Erfolge müsse der Konzern durch strategische Maßnahmen fit für die Zukunft gemacht werden, erklärte er am Donnerstag. BMW will bis 2012 sechs Mrd. Euro sparen. 8 100 Stellen fallen weg, davon 7 500 in Deutschland.

Bei den Renditen hinken die Münchner der Konkurrenz derzeit hinterher. 2007 war die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern im Kernsegment mit 6,4 Prozent unverändert. Mercedes wies zuletzt einen Wert von 9,1 Prozent aus, Audi verbuchte eine operative Marge von 8,0 Prozent. 2012 will BMW im Auto-Segment auf acht bis zehn Prozent kommen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kein konkreter Ausblick für das laufende Jahr

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