| HANDELSBLATT, Sonntag, 8. April 2007, 12:46 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Umweltbundesamt | ||||||||||||||||||||||||
Der Kampf gegen den Klimawandel als Chance | ||||||||||||||||||||||||
Der Einsatz für die Rettung des Weltklimas ist eine große Chance für die Industrie. Deutschland könne seinen Wohlstand mit dem Export moderner Energietechnik verbessern, so das Umweltbundesamt. Auch die Unternehmensberatung Roland Berger prognostiziert einen Jobmotor. | ||||||||||||||||||||||||
HB FRANKFURT/MAIN. Vor fünf Jahren habe niemand erwartet, dass heute im Bereich der erneuerbaren Energien 200 000 Menschen beschäftigt seien, sagte Behördenchef Andreas Troge. Er verwies auf den großen Markt für die moderne Energietechnik im Ausland: „Schwellenländer bestellen Kraftwerke mit einer hohen Effizienz“, betonte er. Nach Einschätzung des Amtspräsidenten steht die Speicherung von Kohlendioxid im Boden zwar erst Ende des kommenden Jahrzehnts zur Verfügung. Damit könnten sich aber Länder mit vielen Kohlekraftwerken, etwa China, an der Verminderung des CO2-Ausstoßes beteiligen. In Deutschland soll in einer Pilotanlage in Ketzin in Brandenburg erstmals im Juni CO2 im Untergrund gespeichert werden. Auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger, dass sich die Ökobranche zu einem Jobmotor in Deutschland entwickele. „Im Jahr 2020 wird die Umweltbranche mehr Mitarbeiter ernähren als der Maschinenbau oder die Autoindustrie“, sagte Berger-Partner Torsten Henzelmann der Zeitung. Im Bereich Umwelttechnik arbeiten demnach in Deutschland heute schon eine Million Arbeitnehmer. Die Zahl werde parallel zu den explodierenden Umsätzen steigen. Schon heute klagten Unternehmen, dass sie nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter fänden, sagte Henzelmann. | ||||||||||||||||||||||||
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