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01.12.2007 
Volle Kassen

Deutsche Autobauer sitzen auf 34 Milliarden Euro

In den Kassen von BMW, Daimler und Volkswagen stapeln sich nach einem Medienbericht aktuell über 34 Milliarden Euro. Ein Ende des Geldsegens sei nicht abzusehen, stellt der Autoanalyst Georg Stürzer von der Münchner Unicredit in einem Vergleich fest. Sehr zur Freude der Aktionäre.

Mercedes-Stern: Daimler dürfte am meisten Bares einnehmen. Foto: dpaLupe

Mercedes-Stern: Daimler dürfte am meisten Bares einnehmen. Foto: dpa

HB STUTTGART. Allein in diesem und im kommenden Jahr würden die Unternehmen zusammen noch einmal mehr als 26,5 Mrd. Euro an frei verwendbaren Barmitteln einnehmen, prognostiziert Stürzer in dem Vergleich für die Branchen- und Wirtschaftszeitung "Automobilwoche“. "Damit sind die deutschen Hersteller sehr gut für den immer härter werdenden Wettbewerb gerüstet und können gleichzeitig höhere Dividenden an die Aktionäre ausschütten“, sagt Stürzer. Auch seien die Hersteller in der Lage, nochmals höhere Investitionen für umweltfreundliche Antriebe zu realisieren. Sogar große Zukäufe seien mit den üppig gefüllten Kriegskassen möglich.

Die Bar-Reserven schafft ein Unternehmen aus dem sogenannten Free Cash Flow. Er zeigt, ob ein Hersteller noch Liquidität hat, nachdem alle Investitionen sowie die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bezahlt sind.

Mit Abstand am meisten Bares werde vermutlich die neue Daimler AG verdienen, schätzt Stürzer. In diesem Jahr dürften die Stuttgarter 7,1 Mrd. und 2008 sogar 8,9 Mrd. Euro generieren. Im VW - Konzern habe sich der Sanierungskurs und das Ende verschwenderischer Investitionen ausgezahlt: Die Wolfsburger dürften mit einem Geldstrom von 4,3 Mrd. (2007) bzw. 2,7 Mrd. Euro (2008) an zweiter Stelle liegen. Dann folgt die BMW -Gruppe, die seit Jahren über einen Free Cash Flow zwischen einer und zwei Mrd. verfügt.

Allerdings berge der Reichtum auch Gefahren, wenn das Unternehmen nicht durch einen Großaktionär vor einer feindlichen Übernahme geschützt sei. So habe Daimler bereits einen Aktien-Rückkauf über 7,5 Mrd. Euro beschlossen.

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