Harte Zeiten für Opel: Eine Studie sieht die deutsche GM -Tochter im kommenden Jahr als größten Verlierer auf dem deutschen Markt. Experten zufolge wird der Autobauer auf dort verstärkt unter Wettbewerbsdruck geraten. Wer dagegen zu den Gewinnern zählen wird – und auf welches Modell Opel seine Hoffnungen setzt.
Der deutsche Automarkt soll sich einer Studie zufolge im kommenden Jahr erholen. Doch Opel wird den Experten zufolge nicht davon profitieren. Foto: dpa
FRANKFURT. Laut der Jahresprognose des Brancheninstituts B&D-Forecast, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, werden die Rivalen VW
und Renault
zu den Gewinnern der Entwicklung zählen. Ein Opel -Sprecher
betonte, dass der im kommenden Jahr startende Opel-Vectra -Nachfolger
Insignia für Belebung sorgen werde, lehnte jedoch eine Absatzprognose ab.
Insgesamt rechnet das Brancheninstitut im kommenden Jahr mit einer leichten Erholung des deutschen Marktes auf 3,34 Mill. Neuwagen. Laut der Studie wird das kommende Jahr wieder stärker von den deutschen Autoherstellern dominiert, die mit wichtigeren neuen Fahrzeugen als die Importeure auftreten werden. Ausnahme sei Opel, das aufgrund des gealterten Kompaktwagens Astra, der kommenden Konkurrenz des neuen Ford
Fiesta und des im Herbst erscheinenden neuen VW
Golf auf der Verliererseite stehen werde, wie B&D-Geschäftsführer Ferdinand Dudenhöffer erläutert. Der Absatz von Opel werde um 15 000 Fahrzeuge zurückgehen. Die Entwicklung in Rüsselsheim steht damit in deutlichem Kontrast zu der Entwicklung der übrigen großen deutschen Autobauer, die mit Zuwächsen rechnen dürfen.
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Der Branchenverband VDA wird heute zur Entwicklung auf dem deutschen Markt Stellung nehmen. Bisher erwartet der VDA noch 3,2 Mill. Zulassungen im laufenden Jahr. Kaum ein Experte teilt allerdings angesichts der anhaltend schwachen Entwicklung des deutschen PKW-Markts noch diesen Optimismus. Fast alle großen Marktforschungsinstitute erwarten, dass der Absatz im laufenden Jahr lediglich leicht über 3,1 Mill. Einheiten liegen wird. In den ersten elf Monaten sank die Zahl der PKW-Neuzulassungen um 8,2 Prozent auf 2,9 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt gestern mitteilte.
Viel besser wird es laut Einschätzung der Experten auch in den kommenden Jahren nicht, wie aus der B&D-Forecast-Jahresprognose hervorgeht. Die Branche müsse sich dauerhaft auf ein niedrigeres Zulassungsniveau auf dem deutschen Markt einstellen. Der PKW-Markt in Deutschland werde sich mittelfristig auf ein Niveau zwischen 3,35 und 3,4 Millionen einpendeln. Nach einer Prognose des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch -Gladbach wird sich der PKW-Markt in Deutschland bis 2015 in einem Korridor zwischen 2,8 und 3,3 Mill. Neuzulassungen bewegen.
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