Gefangen im Mittelfeld: Deutsche Autobauer fristen auf dem begehrten US-Markt ein Nischendasein; japanische Automobilhersteller mischen die angeschlagene einheimische Konkurrenz beinahe alleine auf. Doch das soll sich nun ändern: VW
-Chef
Martin Winterkorn will im US-Markt aufholen ? Experten erwarten den Bau einer neuen Produktionsstätte.
Gefangen im Mittelfeld: Die deutschen Autobauer bewegen sich mit einem Marktanteil von gut fünf Prozent in den USA weit abgeschlagen hinter den absatzstarken Herstellern. Anders die asiatischen Autobauer: Sie erreichen inzwischen nach Berechnungen von Analysten in den Vereinigten Staaten im Segment PKW, Pick-ups und Geländewagen dieses Jahr in günstigen Fällen Marktanteile von knapp 40 Prozent. Dass BMW,
Mercedes & Co. keine größere Rolle auf dem größten Automarkt der Welt spielen, hat viel mit der Produktpalette der deutschen Hersteller zu tun ? und vor allem mit der Schwäche von VW
auf dem US-Markt.
"Der Grund, warum die deutschen Hersteller im Vergleich zu den japanischen Autobauern in den USA eher ein Nischendasein fristen, ist einfach: Mit Ausnahme von VW
sind in den USA aus Europa nur Premiumhersteller wie BMW,
Audi
und Mercedes präsent, die im oberen Segment agieren und keine Stückzahlen wie Toyota
absetzen: Einzig VW
hat als großer Volumenhersteller das Zeug, mit den Japanern in den USA beim Absatz mitzuhalten", sagt Maria Bissinger, Auto-Analystin der Ratingagentur Standard & Poor?s, dem Handelsblatt. Das Potenzial alleine genügt freilich nicht, wenn es nicht abgerufen wird. Volkswagen
büßt in den Vereinigten Staaten gegenwärtig vor allem für Mängel in der Modellpalette und die begrenzten Produktionskapazitäten im Dollarraum. Der neue VW
-Chef
Martin Winterkorn möchte das nun ändern.
Große europäische Volumenhersteller wie Peugeot,
Fiat und Renault
sind dagegen gar nicht auf dem US-Markt präsent. "Das ist ein wichtiger Grund dafür, weshalb die japanischen und koreanischen Hersteller inzwischen auf einen Marktanteil von knapp 38 Prozent kommen, während die Europäer lediglich bei sieben Prozent liegen", sagt Bissinger.
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verkaufte einst den beliebtesten Importwagen

