Der angeschlagene amerikanische Autobauer Chrysler steht vor einer Kooperation mit dem italienischen Fiat-Konzern. Nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen könnte Chrysler Autos der Fiat-Tochter Alfa Romeo in seinen Werken in den USA produzieren.
DÜSSELDORF. Den Branchenkreisen zufolge sollen die Verhandlungen mit der sportlichen Fiat-Tochter vorangehen. Chrysler versucht, seine eigene Zukunft mittels Allianzen mit europäischen und japanischen Autokonzernen abzusichern. Am Dienstag hatte das Unternehmen angekündigt, zusammen mit dem japanischen Hersteller Nissan Kleinwagen und Pick-ups zu produzieren.
Chrysler gehörte fast zehn Jahre zum Daimler-Konzern. Im vergangenen Jahr trennten sich die Stuttgarter von dem US-Autobauer, der Milliardenverluste macht. Der amerikanische Finanzinvestor Cerberus übernahm Chrysler, Interessenten aus der Autobranche war der Deal zu riskant. Der drittgrößte US-Autobauer steht vor gewaltigen Herausforderungen, Cerberus streicht bereits Tausende Stellen.
"Es könnte auch noch weitere Partnerschaften mit anderen Herstellern geben", sagte eine Chrysler-Sprecherin zu den Verhandlungen mit Fiat. Den Bau von Alfa-Romeo-Modellen bezeichnete sie als Spekulation. Fiat wollte auf Anfrage lediglich Gespräche mit Chrysler bestätigen. Fiat könnte mit Alfa Romeo auf den US-Markt zurückkehren. Angesichts des schwachen Dollar-Kurses soll mindestens ein Modell vor Ort produziert werden. Die Produktion für den US-Markt wird in Europa immer teurer.
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