Der Niedergang der US-Autoindustrie beschleunigt sich und führt zu einer weltweiten Verschiebung der Kräfteverhältnisse gen Osten. Der finanziell schwer angeschlagene Ford-Konzern gab am Donnerstag bekannt, dass das indische Konglomerat Tata das Milliardenpoker um den Kauf der britischen Automarken Jaguar und Land Rover so gut wie für sich entschieden hat.
ebe/hz NEW YORK/FRANKFURT. Damit würde sich erstmals ein Autohersteller aus einem Schwellenland zwei weltbekannte Luxusmarken aus der westlichen Welt sichern. Um ein ernst zu nehmender Spieler auf dem Weltmarkt zu werden, müsse Tata seine Ingenieursqualitäten verbessern, betonen Analysten. Der wichtigste Grund der Übernahme sei, dass die Inder mit Jaguar und Land Rover eine globale Standfläche erhielten, sagte Vivek Vaidya, Autoexperte bei Frost & Sullivan in Singapur.
» Auto-News in Bildern:
Das Wichtigste vom Automarkt zum Durchklicken
- In großen Bildern und kurzen Texten.
Ford
Für Tata Motors, das bisher vor allem simple und billige Kleinwagen produziert, ist die Akquisition mehr als ein Prestigevorhaben. Der Autoproduzent verfolgt eine ehrgeizige Expansionsstrategie. So wollen die Inder mit den klangvollen Marken künftig auch die Oberschicht in Schwellenländern bedienen. Dabei sollen die traditionellen Märkte in Europa und den USA weiter eine zentrale Rolle spielen. Vorangetrieben werden die Wachstumspläne vom ehrgeizigen Konzernchef Ratan Tata, der das Familienunternehmen in den vergangenen Jahren zu einem weit diversifizierten Mischkonzern umgebaut hat. So kaufte die Stahltochter Tata Steel?s Anfang 2007 den britisch-niederländischen Corus -Konzern für etwa 13 Milliarden Dollar.
Ford
Schwacke-Auswertung: Welche zwei Jahre alten Autos den höchsten Restwert bieten
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ford
braucht jeden Cent

