Im Streit mit Großaktionär Porsche
um die Mitbestimmung gibt sich der VW
-Betriebsrat
nicht geschlagen. Die Arbeitnehmervertreter reichten am Montag vor dem Arbeitsgericht Stuttgart eine weitere Klage ein, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.
Ein Porsche 911 steht in Frankfurt neben einem VW Polo. Im Streit mit Groaktionär Porsche gibt der VW-Betriebsrat nicht nach. Foto: ap
HB STUTTGART. Der VW
-Betriebsrat
will nun im Hauptsacheverfahren gegen Porsche
vorgehen, nachdem er mit einer Einstweiligen Verfügung gegen die Eintragung der Porsche
-Holding
vor Gericht nicht durchgekommen war. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. "Ich rechne nicht damit, dass es noch in diesem Jahr einen Anhörungstermin gibt“, sagte Reinhard Ens, Vizepräsident des Arbeitsgerichts Stuttgart, am Montag. Er erwartet eine Ansetzung für Januar oder Februar nächsten Jahres. Der genaue Termin soll im Laufe der Woche festgelegt werden. Auch für dieses Verfahren ist die Kammer in Ludwigsburg zuständig.
Volkswagen
Bildergalerie: Der Einstieg von Porsche
bei VW
Porsche
Er sagte, man sei der festen Überzeugung, dass die getroffene Vereinbarung fair sei. Damit sei sichergestellt, dass die Rechte und Interessen der Porsche
-Mitarbeiter,
die ja das Geld für den Einstieg bei Volkswagen
erwirtschaftet hätten, auch in der Holding gewahrt blieben.
Der VW
-Betriebsrat
war mit seinem Versuch gescheitert, die Eintragung der Porsche
-Holding
per Gericht verbieten zu lassen. Die Arbeitnehmervertreter von Volkswagen
befürchten, dass sie bei einer möglichen Übernahme in dem Gremien nicht angemessen vertreten sind.
In der Porsche
-Holding
hat der Konzern seine Volkswagen
-Beteiligung
und den Sportwagenbauer Porsche
gebündelt. Der VW
-Betriebsrat
fühlt sich im gemeinsamen Betriebsrat der Holding wie auch im Aufsichtsrat nicht angemessen vertreten. VW
hat wesentlich mehr Mitarbeiter als Porsche.

