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05.01.2008 
Fallstricke

Markt der Eitelkeiten

Das Interesse an edlen Weine ist spürbar gewachsen. Häufig aber fehlt den Käufern die fachliche und geschmackliche Reife, um ein Original von einer Fälschung zu unterscheiden. Und deren Zahl hat zugenommen. Das ist nur einer der Fallstricke, die Anleger auf dem engen Markt beachten sollten.

Fälschungen: Weil die Preise für hochklassige Weine wegen der starken Nachfrage aus den aufstrebenden Ländern in den letzten Jahren stark gestiegen sind, hat die Zahl der Fälschungen stark zugenommen.

Unerfahrenheit: Das Interesse an edlen Weine ist zwar spürbar gewachsen, häufig fehlt den Käufern jedoch die fachliche und geschmackliche Reife, um ein Original von einer Fälschung zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass ungeöffnete Kisten inzwischen höhere Preise als geöffnete erzielen. Das ist gerade für Fälscher ein ideales Terrain.

Marktenge: Weil speziell die sehr gefragten Lagen und Jahrgänge auf dem internationalen Weinmarkt sehr begrenzt sind, können große Investmentfonds dort nicht die Summen investieren, die sie üblicherweise in Themenfonds platzieren. Fonds werden deshalb nur von kleinen, sehr spezialisierten Anlagegesellschaften angeboten.

Eitelkeiten: Bekanntlich lässt sich über Geschmack nicht streiten, dennoch geschieht dies gerade bei Wein umso mehr. Im Internet geben viele selbst ernannte „Weinpäpste“ ihre Empfehlungen zum Besten, teilweise versehen mit wüsten Beschimpfungen von Leuten mit anderer Meinung.

Subskription: Hierbei werden neue Weine bereits ein Jahr vor Auslieferung noch während der Fassreife bezahlt. Zuletzt kam es zu deutlichen Marktverwerfungen. So wurden für den 2006er, der Experten zufolge nicht die Qualität des Jahrhundertjahrgangs 2005 hat, die gleichen Summen bezahlt.

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