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HANDELSBLATT, Freitag, 25. April 2008, 08:34 Uhr
Starmine Analysten Award

Wie die Starmine-Sieger ermittelt werden

Von Anke Rezmer

Das US-Analysehaus Starmine bewertet die Qualität von Analysten anhand der Ergebnisse von Aktienempfehlungen und der Genauigkeit der Gewinnschätzungen. Starmine nutzt dazu die Daten des Datenlieferanten Thomson Financial, zu dem Starmine seit April gehört.


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FRANKFURT. Um sich für das Ranking zu qualifizieren, muss ein Analyst im entsprechenden Zeitraum – für den aktuellen Analysten-Award gilt das Kalenderjahr 2007 – mindestens fünf Aktien in Deutschland beobachtet haben. Für die Bewertung in den einzelnen Sektoren muss ein Analyst mindestens fünf Aktien einer Branche beobachten bzw. drei oder ein Drittel der Aktien eines Sektors, der weniger als 15 Titel enthält.

Um die Qualität von Aktienempfehlungen zu bewerten, bildet Starmine für jeden Analysten ein Musterportfolio. Je nach Intensität der Empfehlung kommen mehr oder weniger Aktien in das Portfolio. Für ein „strong buy“ legt Starmine zwei Aktien hinein, für ein „buy“ eine. Hält ein Analyst eine Aktie für „neutral“, geschieht nichts. Bei einer Verkaufsempfehlung werden Aktien leer verkauft. So wird verfolgt, wie sich das Portfolio entwickelt.

Die Performance des Analysten wird mit einem entsprechenden Referenzindex abgeglichen, um die Leistungen der Analysten verschiedener Branchen vergleichen zu können. Wer mit seinem Musterportfolio besser als der jeweilige Referenzindex abschneidet, qualifiziert sich für das Ranking. Rankings gibt es für jeden Sektor sowie für Aktientipps und Gewinnschätzungen über alle Sektoren hinweg.

Für die Bewertung der Qualität von Gewinnschätzungen vergleicht Starmine die Analysten mit ihren direkten Konkurrenten (Peer Group) und teilt ihnen einen Platz auf einer Skala zwischen null und hundert zu. Bei fünfzig liegt der durchschnittliche Analyst, den es zu übertreffen gilt. Dafür muss ein Analyst Schätzungen abgeben, die sich nicht nur von denen der Konkurrenten unterscheiden, sondern auch genauer als die Konkurrenz schätzen. Für die Auszeichnung „bester Broker“ werden die Awards für alle Analysten eines Hauses addiert. Der Broker mit den meisten Preisen gewinnt.

Ebenfalls nach einer statistischen Methode arbeiten der britische Ranking-Anbieter AQ und der Schweizer „Information System for Analysts (ISFA)“. Auf breite Befragungen unter Vermögensverwaltern setzen andere Rankings, zum Beispiel des Informationsdienstes Thomson Extel. Die Umfragen gelten als besonders aussagekräftig für professionelle Investoren, die mit großen Wertpapierhäusern zusammen arbeiten. Für Privatanleger gelten die statistischen Methoden als aussagekräftiger. Diese geben auch kleineren Häusern eine Chance auf einen vorderen Rang.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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