Die „Bullen“ an den Aktienmärkten setzen auf die Stimmung. Diese sei so schlecht, dass die Kurse aus Sicht der „contrarian opinion“ gar nicht stärker fallen könnten, so der Tenor der Sentiment-Analysten und ihrer Anhänger. Auch Petra von Kerssenbrock, technische Analystin der Commerzbank, meint, dass die institutionellen Anleger extrem hohe Hedging-Positionen aufgebaut hätten, und dass das den Kursen helfen sollte. Sie warnt aber auch, die Kurse könnten trotz der schlechten Stimmung fallen, wenn sich die realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern sollten.
Aus technischer Sicht liegt der Dax seit Sommer in einer Seitwärts-Range zwischen 7 100 und 8 150 Punkten. Ob und wohin er ausbricht, ist derzeit kaum zu sagen. Solange die 7 100er Marke hält, muss die Range als trendbestätigend gelten, also als Pause auf dem Weg nach oben. Sollte der Dax nach oben ausbrechen, sind 10 Prozent oder mehr nach oben möglich. Dann könnte die Hausse auch ihr sechstes Lebensjahr überstehen. Ein Ausbruch nach unten würde dagegen das Ende der Hausse bedeuten und den Dax wohl um weitere 1 000 Punkte oder mehr drücken.
