In das Ranking gelangten nur klare Aufforderungen zum Kauf oder Verkauf einer Aktie, die allen Anlegern öffentlich zugänglich waren; sie mussten über Nachrichtenagenturen wie dpa-afx verbreitet werden. Neutrale Studien wie „halten“ wurden nicht berücksichtigt. Die Analyse ist zudem weder regional noch auf einzelne Branchen beschränkt. Empfehlungen zu italienischen Nebenwerten zählen genauso wie solche zu Dax- oder Nasdaq-Aktien.
Jeweils sechs Monate nach der Veröffentlichung der Studien zogen die Tester Bilanz: Eine positive Empfehlung wie „strong buy“, oder „accumulate“ wurde als Treffer gewertet, wenn die Aktie nach sechs Monaten mindestens fünf Prozent höher notierte – oder das in der Studie genannte Kursziel erreicht wurde; eine „Verkaufen“-Studie galt hingegen als richtig, wenn die Aktie nach sechs Monaten um mindestens fünf Prozent gefallen war oder das (negative) Kursziel erreicht hatte.
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Trotz ihres enormen Research-Apparats mit jeweils Hunderten von Analysten sind es nicht Großbanken wie UBS, Deutsche Bank, Citigroup oder Merrill Lynch, die die besten Ergebnisse liefern. Kleinere Institute schätzen Aktien meist besser ein. Besonders oft recht behielten die Analysten der BHF-Bank, von CAI Cheuvreux sowie der kleinen Investmentbank Equinet.
BHF-Analyst Jens Jung etwa lag mit seinen Kaufempfehlungen für Roth & Rau sowie für Manz Automation goldrichtig. Die beiden Spezialmaschinenbauer profitieren als Zulieferer vom Solarboom. Die Konkurrenz in den Großbanken gab zwar fleißig Kaufempfehlungen für Anlegerlieblinge der Sonnenzunft wie Q-Cells oder Conergy. Lange Zeit aber war Jung der Einzige, dem auffiel, dass die erfolgreichen Solarzellenhersteller auch Zulieferer haben mussten, deren Auftragsbücher gut gefüllt waren. Die Großbanken zogen meist zögerlich nach; die Commerzbank etwa sprang bei Manz erst viel später auf den Zug und empfahl die Aktie (siehe Chart Seite 1).
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