Nach Sektoren haben sich die Software- und IT-Analysten am besten geschlagen. Sie erzielten gegenüber einem Referenzindex das größte Plus. Am schwersten hatten es – was wenig überrascht – die Finanzanalysten; aber auch die Beobachter der Telekom- und Autobranche lagen vergleichsweise häufig daneben. Das Jahr sei besonders hart gewesen, was Wechsel in der Branche und den Wettbewerb anging, sagt McLean. Das erkläre auch die zahlreichen neuen Namen in den Rankings. Gleichwohl gibt es Analysen, die es regelmäßig auf die obersten Plätze schaffen. Dazu gehören zum Beispiel der Spezialist der Gesundheitsbranche, Martin Possienke von Equinet oder der Software-Analyst Knut Woller und sein Industrie-Kollege Michael Tappeiner von Unicredit.
Infografik: Wer am besten die Gewinne geschätzt hat
Unter den besten Brokerhäusern schafften es acht der zwölf ausgezeichneten Häuser aus dem vergangenen Jahr wieder auf die Bestenliste. Rang eins teilen sich der französische Broker CA Cheuvreux und die italienische Unicredit mit jeweils zehn Awards. In den vergangenen Jahren waren die Unicredit-Analysten aus München unter ihrem alten Namen Hypo-Vereinsbank stets unter den Top-Häusern zu finden. Cheuvreux rückte in den vergangenen beiden Jahren vor. Beide Häuser hätten „sehr stimmige Analyse-Systeme“, lobt McLean.
Die Unicredit-Analysten bemühen sich nach Aussage von Research-Chef Andras Heine, Details-Kenntnisse mit der Branchensicht zu verknüpfen und in „hektischer Zeit nicht zu hektisch zu sein.“ Die Cheuvreux-Analysten dürfen kein „Halten“-Votum vergeben. „Wir brauchen verwertbare Informationen für unsere Kunden“, sagt Chef Bernd Laux. Mit vier ausländischen Brokern in der Spitzengruppe werden so viele Ausländer wie nie zuvor ausgezeichnet. „Broker tragen dem seit Jahren zunehmenden Interesse von Investoren am deutschen Markt Rechnung“, sagt McLean. Deutsche Häuser beherrschten allerdings weiterhin vor allem den Bereich der Small Caps.
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