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29.11.2007 
Positiver Ausblick für 2008

Volkswirte erwarten steigende Dax-Kurse

Die Gefahr einer Rezession in Deutschland ist nach Einschätzung von Volkswirten derzeit gering. Entsprechend sagen sie für das kommende Jahr steigende Dax-Kurse voraus. Die anhaltende Verunsicherung rund um die Auswirkungen der US-Hypothekenkrise werde allerdings zu größeren Kursschwankungen führen.

HB FRANKFURT. "Die Panik, die derzeit an den Märkten gespielt wird, ist nicht angemessen“, betonte Helaba -Chefvolkswirtin Gertrud Traud am Donnerstag im Rahmen ihrer Präsentation zum jährlichen Ausblick auf die Kapitalmärkte. "Den Unternehmen geht es sehr gut, daher ist auch der Ausblick für die Konjunktur gut.“

In den USA sei allerdings noch nicht ausgemacht, ob die dortige Wirtschaft an einer Rezession vorbeischramme, sagte Kapitalmarkt-Experte Andreas Utermann von der Allianz -Tochter RCM. "Wir stehen auf des Messers Schneide. Es kann in jede Richtung gehen.“

Helaba -Volkswirtin Traud sagte ebenso wie ihr Kollege Jürgen Michels von der Citigroup und die Experten der WestLB für 2008 einen rund zweiprozentigen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes voraus. Vor diesem Hintergrund prognostizieren die Experten für Ende kommenden Jahres einen Dax-Stand zwischen 8 000 und 9 000 Punkten.

Die Konjunktur in der Euro-Zone koppele sich zunehmend von der Entwicklung in den USA ab, begründete Traud ihren Optimismus. "Früher hatten die USA einen Schnupfen und wir bekamen die Lungenentzündung. Heute haben die USA eine Lungenentzündung und wir bekommen einen Schnupfen.“

Citigroup -Chefvolkswirt Michels erwartete ebenfalls nur eine geringe Abschwächung des deutschen Wachstums durch die Schwäche der US-Wirtschaft. "Exporte in Schwellenländer und der Binnenkonsum können die geringere US-Nachfrage abfedern.“ Außerdem sei für die zweite Jahreshälfte 2008 dank der zu erwartenden Zinssenkungen auf bis zu 3,5 Prozent der US -Notenbank Fed mit einer deutlichen Erholung der US-Konjunktur zu rechnen. Derzeit liegt der US-Leitzins bei 4,5 Prozent.

Die expansive Geldpolitik der US -Notenbank und die schwache US-Konjunktur zum Jahreswechsel werde den Euro Anfang 2008 zu neuen Rekorden führen, sagen die Experten. Michels hielt einen Anstieg auf bis zu 1,57 Dollar für möglich. In den darauffolgenden Monaten sei jedoch mit einer Entspannung zu rechnen. Die Erholung der US-Wirtschaft und dann aufkommende Spekulationen auf eine Zinssenkung in der Euro-Zone sollten den Euro-Kurs bis Ende 2008 auf 1,47 Dollar drücken. Helaba -Expertin sagte sogar einen Rückgang auf bis zu 1,35 Dollar voraus.

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