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13.03.2008 
Ausblick

Dresdner sieht Dax bei 8 000 Punkten

Trotz Kreditklemme, US-Rezession und Stagflationsängsten: Der Optimismus der Dresdner Bank für Aktien ist ungebrochen. Zum Ende dieses Jahres sieht die Bank den Dax bei 8 000 Punkten und findet dafür gleich mehrere Gründe.

Der Bulle als Symbol für steigende Aktienkurse. Foto: apLupe

Der Bulle als Symbol für steigende Aktienkurse. Foto: ap

HB FRANKFURT. Trotz Kreditklemme, US-Rezession und Stagflationsängsten: Der Optimismus der Dresdner Bank für Aktien ist ungebrochen. Zum Ende dieses Jahres sieht die Bank den Dax bei 8 000 Punkten. Das wäre vom aktuellen Niveau ein Anstieg von immerhin 21 Prozent.

"Wir glauben nicht, dass die Kreditklemme weiterhin ein großes Problem für die Märkte sein wird", sagte Holger Boschke, Chef-Investmentstratege, am Donnerstag vor Journalisten in Frankfurt. Für den Nikkei-225 prognostiziert die Dresdner Bank einen Anstieg von ebenfalls 21 Prozent auf 15 000 Punkte bis zum Jahresende und für den S&P-500 ein Plus von 16,5 Prozent auf 1 525 Zähler.


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"Ein historischer Vergleich zeigt, dass Sturmphasen wie wir sie derzeit erleben auch Chancen bieten", meinte Boschke. Helfen dürften seiner Ansicht nach vor allem die aggressiven Zinssenkungen der US-Notenbank. Ein Rückblick bis zum Jahr 1971 zeige, dass US-Aktien statistisch betrachtet in Phasen sinkender Leitzinsen in den Monaten nach der jeweils dritten Zinssenkung stark gestiegen seien. Allerdings hat die Federal Reserve Bank den Leitzins seit September 2007 bereits fünf Mal gesenkt. Insgesamt um 225 Basispunkte auf drei Prozent. Bislang haben die Aktien an Wall Street darauf nicht mit einer durchgreifenden Erholung reagiert.

Man müsse derzeit zwischen der fundamentalen Einschätzung einerseits und den Problemen in der Finanzbranche andererseits unterscheiden. "Es ist absehbar, dass die eine oder andere Bank noch Probleme bekommt", vermutet Boschke und merkt an: "Man traut es sich als Banker kaum zu sagen, aber wir sind momentan in Finanztiteln "Brief'". "Brief' wird im Handelsjargon die Verkaufsseite genannt. Sollte tatsächlich eine Bank "platzen", also insolvent werden, stünden aber "Hilfsmaßnahmen" bereit.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Hohe Hebel sind schuld

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