FRANKFURT. Außerdem zahlen einige Geldhäuser aktuell Spitzenzinsen von fünf Prozent – ohne die viel diskutierten Nebenbedingungen wie beschränkten Einlagenschutz. „Wer sich jetzt Spitzenzinsen beispielsweise für ein Jahr sichert, macht nichts falsch“, sagt Sigrid Herbst von der FMH Finanzberatung. In den vergangenen vier Wochen haben die von FMH beobachteten Geldhäuser die Zinsen für Festgeld für zwölf Monate noch einmal deutlich angehoben. Im Durchschnitt stieg der Zins für Jahresfestgeld um 0,1 Prozentpunkte auf 4,15 Prozent. Zuletzt haben auch große Banken wie Deutsche Bank oder Dresdner Bank ihre Festgeldkonditionen verbessert. Tages- und Festgeld würden auch mit Blick auf zunehmende Konkurrenz immer beliebtere Instrumente, um Kunden zu werben, meint sie. „Etablierte Häuser können es sich dabei aber nicht leisten, ihre Bestandskunden auszuschließen.“ Das führe zu Top-Zinsen, wie sie seit Jahren nicht gezahlt worden seien – ohne die sonst üblichen Beschränkungen, sagt Herbst.
Infografik: Aktuelle Tages- und Festgeldkonditionen
Anleger bekommen jetzt den höchsten Zins für Jahresfestgeld von fünf Prozent ohne Nebenbedingungen bei der Deutschland-Tochter der spanischen Großbank Santander, Santander Consumer Bank. Ebenfalls fünf Prozent zahlt die Credit Europe Bank. Hier hat der Sparer aber nur einen auf 20 000 Euro beschränkten Einlagenschutz.
Den besten Tagesgeldzins in Höhe von fünf Prozent ohne Nebenbedingungen bietet die GE Money Bank, die von Santander übernommen wird. GE garantiert den Zins bis zum Jahresende. Den höchsten Tagesgeldsatz überhaupt zahlt die isländische Bank Kaupthing Edge mit 5,65 Prozent für sechs Monate. Allerdings gilt auch hier ein begrenzter Einlagenschutz von bis zu 20 000 Euro. im Durchschnitt sind die Tagesgeldzinsen seit April konstant geblieben bei 3,3 Prozent. rez
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