Bei rund 95 Prozent der Vermögenden im deutschsprachigen Raum, den Senioren, steht nach Erfahrung von Vermögensberatern weniger der Wertzuwachs als die Sicherung des Vermögens im Vordergrund. Oft fühlten sich gerade Senioren, vor allem Frauen, im Beratungsgespräch nicht verstanden und seien dann unzufrieden mit der Arbeit eines Verwalters, wie von Schönfels über anonyme Tester ermittelte. „Das ist fatal in einem Geschäftsfeld, das auf Vertrauen basiert“, meint er.
Das Ergebnis der Tester, die für den aktuellen „Elite Report“ mehr als 600 Einzelgespräche führten, fließt ebenso in die Bewertung ein wie Ausschreibungen für die Verwaltung tatsächlich existierender Vermögen. Überdies verschickt das Magazin Fragebögen an Vermögensverwalter und wertet öffentliche Informationen aus. Weiterer Baustein der Analyse ist der Depotcheck. Mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern wird die Wertentwicklung von mehr als tausend Depots im Wert von mehreren Milliarden Euro untersucht.
Rankings dienten Anlegern als Entscheidungshilfe, sagt Jürgen Kurtz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz: „Wer kontinuierlich im oberen Drittel eines seriösen, inhaltlich guten Rankings auftaucht, kann nicht zu den Schlechten gehören.“ Am „Elite Report“ gefällt ihm der ganzheitliche Ansatz. Er liefere wichtige Informationen für Privatanleger, meint auch Andreas Grünewald, Vorstand beim Verband der unabhängigen Vermögensverwalter VUV und beim Vermögensverwalter FIVV. Daher werde der Report auch in der Branche stark beachtet.

