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03.02.2007 
Wachstumsmärkte

Neue Energie fürs Depot

von Heike Schwerdtfeger und Martin Gerth, Wirtschaftswoche

Technische Pioniere und Marktführer der Ökobranchen gehören zu den Börsengewinnern. Wie Anleger profitieren können.

Öko-Energien sind angesagt. Foto: dpaLupe

Öko-Energien sind angesagt. Foto: dpa

Trockenheit lässt unkonventionelle Ideen sprießen. Schriftsteller Alberto Vázquez Figueroa will im südspanischen Almería Meerwasser auf einen Hügel pumpen lassen, um es über Fallrohre mit speziellen Membranen von seinem Salzgehalt zu befreien. Für das trockene Andalusien wäre eine solche energiesparende Anlage, falls sie funktioniert, ein Segen. Die beteiligten Unternehmen könnten sich eine goldene Nase verdienen. Solche Pioniere schöpfen in der Regel den Rahm ab und machen, falls börsennotiert, nebenbei auch ihre Aktionäre reich. Umwelttechnik schafft nicht nur ein gutes Gewissen, sie ist auch hochprofitabel. So legte im vergangenen Jahr der internationale Natur-Aktien-Index um 20,7 Prozent zu, während das konventionelle Pendant MSCI World nur auf 12,4 Prozent Zuwachs kam.


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Nicht verwunderlich, dass Anlageprodukte mit Öko-Label regen Zulauf finden. Allein 2006, so schätzt das Imug-Institut in Hannover, sammelten ethisch-ökologische Kapitalanlagen in Deutschland etwa 3,5 Milliarden Euro neues Kapital ein. Technologische Vorreiter, Marktführer der Ökobranche sind beliebte Investments für Fonds oder Zertifikate. Manche spezialisieren sich auf einzelne Sektoren wie erneuerbare Energien, Wasser, Umwelttechnik oder nachwachsende Rohstoffe, andere mischen Aktien aus all diesen Bereichen zusammen.

Wasser

Der Bedarf an Technologien, die Brauch- oder Meerwasser nutzbar machen, wächst rapide. Banken und Vermögensverwalter rüsten daher ihre Sortimente mit Wasseranlageprodukten auf. Derzeit sind in Deutschland drei Aktienfonds und vier Indexzertifikate mit endloser Laufzeit, die in Wasseraktien investieren, auf dem Markt.

Fonds mit Titeln aus der Wasserbranche verkaufen sich momentan wie geschnitten Brot. So hat sich das Portfolio der Schweizer Privatbank Pictet 2006 von 685 Millionen auf etwa zwei Milliarden Euro verdreifacht. Der momentan größte Fonds dieser Kategorie ist auch gleichzeitig der erfolgreichste: In den vergangenen zwölf Monaten brachte der Pictet Water ein Plus von 20,9 Prozent. Trotz der guten Wertentwicklung bleibt ein Wermutstropfen: Da das Portfolio sehr stark gewachsen ist, verirren sich auch Aktien wie Nestlé (Mineralwasser) im Fonds, die nur am Rande mit der Wasserbranche zu tun haben.


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