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16.01.2008 
Aktie unter der Lupe

Centrotherm profitiert vom Boom

von Christian Schnell

Centrotherm ist der erfolgreichste Börsenneuling des vergangenen Jahres. Aufrgund starker Kurssteigerungen gilt die Aktie zwar als teuer. Dennoch bietet der Wert immer noch Chancen, weil das Unternehmen vom Boom in der Solarbranche profitieren dürfte. Analysten erwarten 2008 einen Run auf Solarmodule.

Mit Fertigungsanalagen für Solarplatten ist Centrotherm weltweit gut im Geschäft. Foto: apLupe

Mit Fertigungsanalagen für Solarplatten ist Centrotherm weltweit gut im Geschäft. Foto: ap

FRANKFURT. Dem deutschen Börsenliebling des vergangenen Jahres stehen härtere Zeiten bevor. Mehr als verdoppelt hatte sich der Aktienkurs von Centrotherm Photovoltaics seit dem Börsengang am 12. Oktober bis zum Jahresende; dabei hatte die Aktie sogar in Windeseile den Aufstieg in den Technologieindex TecDax geschafft. Doch bereits die ersten Handelstage des neuen Jahres zeigen, dass sich der Centrotherm -Kurs 2008 wohl nur im Gleichschritt mit der breiten Masse bewegen dürfte. Alle drei Analysten, die laut Informationsdienst Bloomberg die Aktie beobachten, nehmen eine neutrale Haltung ein.

Dabei ist die aktuelle wie auch die Entwicklung im vergangenen Jahr durchaus nachvollziehbar. Mit Centrotherm kam erstmals ein Dienstleister für die Solar-Industrie in den Prime Standard der Deutschen Börse, wohingegen die Wettbewerber Roth & Rau und Manz Automation im nur weniger stark reglementierten Entry Standard gelistet sind. Das schwäbische Unternehmen stellt nicht Solarplatten wie Q -Cells oder Solarworld her, sondern liefert schlüsselfertige Produktionsanlagen für deren Herstellung und ist damit bei allen Großen der Branche vertreten. Centrotherm ist demnach zwar "nur" der Maschinenbauer für die Branche, von deren überproportionalem Wachstum profitiert er jedoch in hohem Maße.

Dass dies zumindest in diesem Jahr noch so kommt, daran besteht für die Analysten der WestLB kein Zweifel. In einer gerade veröffentlichten Studie heißt es, dass 2008 wohl noch ein Run auf Solarmodule zu erwarten ist. Hintergrund ist die geplante Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das ab dem kommenden Jahr zu einer Kürzung der Einspeisevergütung führen soll. Für bis zum Ende diesen Jahres in Betrieb genommene Anlagen gilt jedoch die alte Regelung.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Karten werden neu gemischt

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