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11.02.2008 
Immobilientitel

Hoffnung für die Nachzügler

von Christian Kirchner

Der scharfe Einbruch der Aktienmärkte seit Jahresbeginn hat die Debatte um die Bedeutung der Diversifikation über verschiedene Anlageklassen hinweg deutlich belebt.

Von den Auswirkungen der US-Subprimekrise haben sich die ersten Immobilienamtien bereits wieder erholt. Für eine generelle Entwarnung ist es jedoch noch zu früh. Foto: dpaLupe

Von den Auswirkungen der US-Subprimekrise haben sich die ersten Immobilienamtien bereits wieder erholt. Für eine generelle Entwarnung ist es jedoch noch zu früh. Foto: dpa

DÜSSELDORF. Nach einem jahrelangen Gleichlauf der Kurse in fast allen Vermögenswerten nach oben zeigt sich seit einigen Wochen ein anderes Bild. Während etwa die Aktienmärkte sowohl in Industrie- als auch Schwellenländern seit dem 1. Januar Verluste zwischen 12 und 17 Prozent hinnehmen mussten, notieren etwa die Rohstoffpreise noch immer nur knapp unter ihren Höchstkursen.

Erst am Mittwoch kletterte der Reuters/Jeffries CRB-Rohstoffindex auf ein neues Allzeithoch. Der Goldpreis konnte seit Jahresbeginn 9,6 Prozent zulegen, und die meist verzögert berechneten marktbreiten Hedge-Fonds-Indizes dürften laut ersten Indikationen den Januar nur mit einem kleinen Minus von ein bis zwei Prozent abschließen. "Der bisherige Jahresverlauf zeigt, wie wichtig es ist, alle Ertragsquellen über alle Anlageklassen hinweg für die Geldanlage zu nutzen", sagt Andreas Köster, Leiter des Teams für europäische Multi-Asset-Lösungen bei Schroders Investment Management.


» Klick für Klick: Welche Immobilienwerte einen genauen Blick wert sind


Zu den wenigen Branchen, die in Europa in einem sehr schwachen Gesamtmarkt seit Jahresbeginn überhaupt ein Kursplus erzielen konnten, zählen die Immobilientitel. So notiert der europäische Immobilien-Branchenindex EPRA/Nareit aktuell leicht über dem Jahresschluss 2007. Im Vorjahr hatten Immobilienaktienindizes noch Abschläge von bis zu 45 Prozent erlitten. "Während die meisten Aktienbranchen das vergangene Jahr nur knapp unter ihren Höchstständen beendet haben, hat der Markt in anderen Teilbereichen bereits im Jahr 2007 eine Rezession eingepreist. Dazu zählen Anlageklassen wie Hochzins- und Unternehmensanleihen, aber auch Immobilientitel, sagt Schroders -Experte Köster.


Tabelle  Infografik: Rohstoffe stabilisieren Renditen/Immobilien klar vorne.


Anders ist das Bild im Gesamtmarkt. "Derzeit laufen die Konsensschätzungen für 2008 noch immer auf einen Anstieg der Unternehmensgewinne um zehn Prozent gegenüber 2007 hinaus", sagt Alain Bokobza, Leiter der europäischen Investmentstrategie der Société Générale. "Eingepreist hat der Markt bereits einen Rückgang um neun Prozent, tatsächlich fallen die Gewinne europäischer Unternehmen aber in Rezessionen im Schnitt der letzten Jahrzehnte um 33 Prozent."

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Gründe für die gute Kursentwicklung.

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