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06.03.2008 
Investmentidee

Banken bieten hohe Rendite

von Andrea Cünnen

Für Anleger ist es derzeit lukrativ, Kreditinstituten Geld zu leihen. Es locken Renditen von teilweise über sieben Prozent. Allerdings müssen dafür größere Risiken und Kursschwankungen in Kauf genommen werden. Nur wer den Markt genau kennt, kann profitieren. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com

FRANKFURT. Für Investoren auf der Suche nach hohen Renditen erscheinen die Anleihen von Banken verlockend. Speziell nachrangige Kernkapitalanleihen (Tier 1) der Finanzinstitute bieten hohe Renditen von teils über sieben Prozent. Doch gerade diese Bonds haben Tücken, und Experte fürchten zudem weitere Kursverluste – und damit steigende Renditen für die, die noch abwarten.


Tabelle  Infografik: Anleihen von Banken im Vergleich


„Fundamental locken die Bankenanleihen zum Einstieg; es ist kaum absehbar, dass eine große europäische Bank insolvent wird“, sagt Winfried Gausselmann, Leiter des Kreditresearchs bei HSBC Investments in Düsseldorf. Schlechte Nachrichten zur Konjunktur, zu weiteren Abschreibungen in der Finanzbranche sowie Verkaufsdruck von Fonds und anderen Kapitalsammelstellen könnten die Bankenanleihen aber weiter unter Druck bringen. Aus Angst vor weiteren Kursverlusten halten sich professionelle Anleger mit dem Kauf von Bankenbonds deshalb noch zurück.

Privatanleger, die Anleihen bis zur Fälligkeit halten und so zwischenzeitliche Kursrückgänge aussitzen, könnten laut Jörg Sihler langsam zugreifen. „Ich wage nicht zu prognostizieren, dass wir den Höchststand bei den Risikoaufschlägen schon erreicht haben, aber diesen Punkt abzupassen ist ohnehin sehr schwierig“, sagt der Leiter des Anleihebereichs und Geschäftsführer bei UBS Global Asset Management in Frankfurt.


Tabelle  Infografik: Risikoprämien bei Bankenanleihen


Vorrangige Bankenanleihen bieten derzeit im Schnitt 115 Basispunkte (1,15 Prozentpunkte) mehr Rendite als sichere Bundesanleihen. Bei nachrangigen Bonds liegen die Aufschläge bei über 400 Basispunkten. Seit Jahresanfang sind die Risikoprämien (Spreads) nochmals deutlich gestiegen und haben neue Rekordniveaus erreicht. Die Bankenanleihen leiden seit dem Sommer unter der Subprime-Krise um bonitätsschwache private US-Hypothekenschuldner, in deren Folge Banken weltweit bereits rund 180 Mrd. Dollar abschreiben mussten. „Die Unsicherheit ist jetzt aber schon geringer als im August oder September“, meint Martin Nybye Sörensen, der das Team für Firmenbonds bei Nordea Investment Management in Kopenhagen leitet.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Zinszahlungen nur bei Jahresüberschuss oder Bilanzgewinn

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