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13.03.2008 
Solarprojekt

Colonia Real Estate sattelt um

von Reiner Reichel

Die Colonia Real Estate (CRE) will mit Tausenden Solaranlagen auf Hausdächern neue Erlöse erzielen. Das Solarprojekt soll jährlich etwa sechs bis acht Mill. Euro zusätzlich in die CRE-Kasse spülen. Analysten reagieren auf das Vorhaben eher skeptisch.

DÜSSELDORF. Küppersbusch - nie gehört? Die Vorläufergesellschaft der Colonia Real Estate (CRE) und einstmals größte Herdfabrik der Welt machte auch erst Schlagzeilen, als es mit ihr ausgangs des zweiten Jahrtausends zu Ende ging. Mit der CRE, die im Jahr 2003 in den Börsenmantel der Küppersbusch schlüpfte, ist das anders.

Aktuell will Vorstandschef Stephan Rind mit Solaranlagen auf den Dächern eigener und fremder Mietblocks bei den Aktionären punkten. Das kann angesichts des Kurses nicht schaden. Am Mittwoch bewegte sich die Aktie knapp unter 13,50 Euro. Vor einem Jahr war das Papier fast dreimal so teuer.


Tabelle  Infografik: CRE - Relative Wertentwicklung im Vergleich zur Branche


Investmentbanken und Private-Equity-Firmen signalisieren ihr Interesse an unterbewerteten deutschen Immobilienaktien. Zumindest die Kursziele der Analysten liegen deutlich über den aktuellen Kursen, was für einen Kauf spricht. Unicredit-Experte

Andre Remke nennt 26 Euro als Ziel, Frank Neumann vom Bankhaus Lampe 25 Euro.

Gesellschaften mit hohem Streubesitz seien besonders gefährdet, übernommen zu werden, hieß es jüngst auf einer Konferenz. Das würde auf CRE zutreffen, deren Streubesitzquote 70 Prozent beträgt. Das SDax-Unternehmen wandelte sich im vergangenen Jahr vom Wohnungshändler zum breit aufgestellten Immobilienunternehmen. CRE verfügt über rund 20 000 Wohnungen, ist aber auch auf dem Gewebeimmobiliensektor und als Vermögensverwalter aktiv. Per Ende September 2007 bezifferte das Management das Immobilienvermögen auf knapp 800 Mill. Euro.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schlechte Bestände, hohe Schulden

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