"Der Markt bewertet die Anleihen von Fiat schon nicht mehr als reine Junk-Bonds, trotzdem sind die Risikoaufschläge noch deutlich höher als bei anderen Autoanleihen", sagt Alexis Renault, Fondsmanager für Junk-Bonds bei WestLB Mellon Asset Management. Für die im Mai 2011 fällige Anleihe von Fiat (Grafik und Tabelle), bekommen Anleger 5,6 Prozent Rendite und damit 1,7 Prozentpunkte mehr als für eine sichere Bundesanleihe. Mit einer Mindeststückelung von 1 000 Euro ist der Fiat-Bond auch für Privatanleger erschwinglich. Autobonds von Konzernen mit guten Ratings bieten im Schnitt nur einen Prozentpunkt mehr Rendite als Bundesanleihen.
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Die Kurse der Fiat-Anleihen dürften steigen und die Renditen und Risikoaufschläge im Gegenzug sinken, wenn Fiat von S&P oder Moody?s eine bessere Bonitätsnote bekommt. Fitch Ratings hat Fiat schon im Juli wieder das Gütesiegel Investment-Grade gegeben. Wenn eine andere Agentur nachzieht, werden die Bonds wieder in die großen Investment-Grade Bondindizes von Lehman Brothers, Merrill Lynch
und I-Boxx aufgenommen. Der Grund: Die Aufnahme in die Indizes hängt von dem Durchschnittsrating der drei Agenturen S&P, Moody?s und Fitch ab. "Damit müssten professionelle Investoren, die sich an einem Benchmark-Index orientieren, die Fiat-Anleihen kaufen, das gibt den Bonds Potenzial", meint Kreitmair.
Etwas skeptischer ist Renault. Fundamental stehe Fiat zwar gut da und die Kreditwürdigkeit habe sich verbessert, meint der Fondsmanager. Er fürchtet aber allgemein steigende Risikoaufschläge bei Autoanleihen im Zuge einer sich abkühlenden Konjunktur durch die Auswirkungen der Subprime-Krise um schwache US-Hypothekenschuldner. Kreitmair sieht das anders: "Da der Umsatzanteil von Fiat in den USA relativ gering ist, würde ein Einbruch der US-Konjunktur Fiat weniger stark treffen als andere Autohersteller."
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