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HANDELSBLATT, Dienstag, 1. April 2008, 16:44 Uhr
Börsenaussichten

Charttechniker sehen Bärenmarkt-Rally

Der deutsche Aktienmarkt hat aus charttechnischer Sicht gute Chancen, zumindest die Hälfte der seit Jahresbeginn erlittenen Verluste wieder wettzumachen. Auch die Konjunktur- und Unternehmensdaten sind nicht so schlecht, wie es der Kursabschlag von 18 Prozent seit Jahresstart erscheinen lässt.


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Short-Quoten bei institutionellen Investoren wurden heruntergefahren. Foto: dpa.
Bild vergrößernShort-Quoten bei institutionellen Investoren wurden heruntergefahren. Foto: dpa.

FRANKFURT. Der Dow-Jones-Index hat vom Jahreshoch am ersten Handelstag 2008 bis Schlusskurs Montag gerade einmal knapp 7 Prozent an Wert verloren. Auch wenn einige deutsche Banken „Big Player“ in den ABS und CDOs sind, gibt es in Deutschland keine Krise am Immobilienmarkt, welche die heimischen Banken ins Wanken bringen könnte.

Während in den vergangenen Monaten schlechte Nachrichten aus dem Bankensektor noch mit Abschlägen im zweistelligen Prozentbereich bedacht wurden, werden sie derzeit mit Kursaufschlägen honoriert. Dies zeigt, dass momentan die schlechten Nachrichten im Kurs eingepreist sind.

Auch gibt es eine Reihe von Investoren, die seit Mitte vergangenen Jahres den Finanzsektor gemieden, oder auf schlechte Nachrichten der Finanzhäuser gewettet hatten. Diese Gruppe von Investoren scheint momentan auf der Kaufseite bei den Banken zu stehen und zumindest für ein bestimmtes Zeitfenster die Kurse nach unten abzusichern.


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Auf Grund der hohen Bedeutung hat der technische Analyst Thomas Nagel von Equinet den europäische Bankenindex (SX7P) genauer unter die Lupe genommen. Nach dem Abverkauf bis Mitte Januar oszilliert der Subindex des Stoxx um die Marke von 345 Punkten. Sollte er sich von dieser Marke verabschieden können, habe er ein gute Chance, schnell bis an die 90-Tage-Linie bei aktuell 380 Punkten zu steigen.

Diese Bewegung könne innerhalb von wenigen Tagen geschehen und dem breiten Markt einen Aufwärtsimpuls verleihen. Für den Dax sieht Nagel die erste Hürde im Bereich von 6 700 bis 6 730 Punkten. In dieser Zone lägen die Tiefpunkte aus der Konsolidierungsbewegung Mitte Januar bis Anfang März. Danach habe der Index Platz bis in den Bereich um 7 040 Punkte, den Hochs aus dieser Zeit.

Richtig interessant werde es erst, wenn der wichtige Widerstand bei 7 465 Punkten herausgenommen werde. Damit würde der deutsche Aktienmarkt in den Bull-Modus übergehen und den Blick auf die alten Hochs freigeben. Von den Sektoren dürften in der erwarteten Aufwärtsbewegung die Banken und die Technologiewerte den breiten Markt outperformen, Werte wie Volkswagen und auch die Versorger dürften dem Gesamtmarkt hinterherhinken.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Ausverkauf bei leichter Panik“


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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 L-Dax 7.163,20 +0,80%
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 Nasdaq 2.031,27 +0,00%
 Nikkei 225 14.219,48 -1,00%
 DJGTitans 194,62 +0,01%
 Euro(USD) 1,5579 +0,89%
 Euro-Bund 113,63 +0,40%
 Gold NY 881,25 +1,88%
 Rohöl ($/B) 123,25 +1,22%
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UMFRAGE

Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
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