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HANDELSBLATT, Montag, 14. April 2008, 15:03 Uhr
Charttechnik

Dax: Unterstützungszone auf dem Prüfstand

Langfristig orientierte Investoren bleiben den Börsen überwiegend fern - und haben bisher damit recht. Das kurzfristige Geld bestimmt weiterhin die Musik am deutschen Aktienmarkt. Trotz kleiner Terzen in Dur ist Moll das übergeordnete Thema, das an den Aktienmärkten gespielt wird.


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Charttechniker haben eine Reihe entscheidender Kursmarken identifiziert. Foto: dpa.
Bild vergrößernCharttechniker haben eine Reihe entscheidender Kursmarken identifiziert. Foto: dpa.

So werden kurzfristige Aufwärtsbewegungen weiterhin nur als Erholungen in einem übergeordneten Abwärtstrend eingestuft. Der Hoffnung auf positive Überraschungen von der Berichtssaison hat General Electric am Freitag einen schweren Dämpfer versetzt. Denn das Unternehmen, das in den vergangenen 25 Jahren die Prognosen immer erfüllt hat, sprach eine Gewinnwarnung aus. Vor allem die Finanzsparte hat den Riesen ins Wanken gebracht. Bisher ist kaum abzusehen, welche Schäden die Krise an den Kreditmärkten in den US-Pensionskassen hinterlassen wird.

Das Umfeld für den deutschen Aktienmarkt hat sich in der vergangenen Woche nicht aufgehellt. Die Hoffnung, dass es zu einer Abkopplung von der Entwicklung der US-Wirtschaft kommt, bestätigte sich bisher nicht. Der feste Euro macht es den dollarsensitiven Branchen schwer, sich gegenüber dem Wettbewerb aus dem Dollar-Raum zu behaupten. Haussierende Rohstoffpreise finden durch Preiserhöhungen ihren Weg zum Verbraucher. Erst in den vergangenen Tagen hat die Preisexplosion für Grundnahrungsmittel den Weg auf die Titelblätter gefunden. Kritisch wird seitdem hinterfragt, ob die Umwandlung von Nahrungsmitteln in Energieträger einen gangbaren Weg darstellt.


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Mit diesen und weiteren Fakten im Hinterkopf scheuen sich die Anleger weiterhin, langfristige Positionen in Aktien aufzubauen. Ein weiter anhaltender Käuferstreik birgt für den deutschen Aktienmarkt weiter nachgebende Notierungen in sich. Martin Siegert, technischer Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, rechnet mit dem Gap-Close bei 6 319 Punkten. Voraussetzung sei allerdings, dass die Unterstützung bei 6 494 Punkten unterschritten werde.

Sollte das Schließen des Gaps keine Unterstützung bieten, rechnet Siegert mit einer nochmaligen Ausverkaufsbewegung in Richtung 6 270 Punkte. Im Extrem könnte es zu einem nochmaligen Test des Märztiefs bei 6 168 Punkten kommen. Unter den Einzelwerten besitze Deutsche Börse Abwärtspotenzial, wenn die Doppelunterstützung im Bereich bei 92,00/50 Euro unterschritten werde. Als nächste Unterstützung sieht Siegert die 85 Euro, im Extrem die 77 Euro. Sollten MAN die Unterstützung bei 81,55 Euro herausnehmen, biete das Doppeltief bei 75,64 Euro die nächste Unterstützung.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Welche Marke für die kommenden Tage entscheidend sein kann


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Mit dem Sparen anzufangen, fällt vielen Bürgern schwer. Das Unterbewusstsein kann sich die weite Zukunft nicht vorstellen. Auch reagiert der Kopf in erster Linie emotional. Es gibt jedoch Wege, sich selbst ein Schnippchen zu schlagen.

Von Gertrud Hussla

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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
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