Sollte das Kursbarometer für die deutschen Standardwerte unter die nächste kritische Unterstützungsmarke bei 6 108 Punkten fallen, sei der Weg in Richtung 5.950 Zählern frei. "Erst ein Überwinden des Ausbruchs-Levels bei 6 380 Punkten könnte ein Anzeichen für eine Bodenbildung liefern", sagt er.
Die kritische Unterstützungsmarke für den Euro-Stoxx-50 liege zwischen 3 308 und 3 350 Punkten. "Erst wenn das Ausbruchsniveau bei 3 520 Punkten nachhaltig überwunden ist, hat der Markt die Luft für eine größere Erholung. Diese könnte das Kursbarometer bis auf das Niveau von 3 800 Zählern führen", erklärt der LBBW-Mann.
Noch etwas pessimistischer ist Michael Müller von muellerfinancial für den Dax gestimmt. Dort hält er wesentlich tiefere Notierungen als seine Kollegen für möglich. Eine deutliche Unterstützungszone sieht er zwischen 6 000 und 6 118 Zählern.
"Sollte der Index allerdings auf Schlusskursbasis unterhalb von 6 000 Punkten notieren, rechne ich binnen fünf bis zehn Tagen mit einem Einbruch auf bis zu 5 350 Zählern", sagt er. Die nächste wichtige Hürde macht er bei dem Trend-Widerstand bei 6 860 Punkten aus. Erst darüber helle sich das charttechnische Bild wieder deutlich auf.
Ähnlich sei die Situation des Euro-Stoxx, der zunächst bei 3 265 und anschließend bei 3 210 Punkten unterstützt sei. Auf eine erste Widerstandszone treffe das Kursbarometer bei 3 650 Punkten, deren Überwindung als Anzeichen für eine merkliche Erholung zu deuten sei.
» Aktienanalysen des Tages: Aktuelle Einstufungen und Kursziele

