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01.04.2008 

Rückblickend stuft Thomas Theuerzeit, technischer Analyst bei der Postbank, die gesehenen Kurse im Dax unterhalb von 6 400 Punkten als "Ausverkauf bei leichter Panik" ein. Dieser Bereich wurde am Dienstag nach Ostern mit einem Gap im Bereich bei 6 376 bis 6 443 Punkten fluchtartig verlassen. Institutionelle Investoren hätten seitdem ihre Short-Quoten heruntergefahren. Entscheidend werde nun sein, ob frisches Geld den Weg an die Börse finde. Die Investitionsquote der Institutionellen sei weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Mit Anschlusskäufen rechnet Theuerzeit, wenn der Bereich bei 6 650 bis 6 700 Punkten herausgenommen werde. In der Abwärtsbewegung Anfang des Jahres hätten sich viele Anleger in diesem Bereich aus dem Markt ausgestoppt. Als erste Anlaufmarke seien dann die 6 840 Punkte zu nennen, die 38,2%-Retracement-Marke aus der Bewegung zwischen dem Jahreshoch am 2. Januar und dem Tief am 17. März bei 6 167 Punkten.



Mittelfristig bilde das 50%-Retracement bei 7 060 Punkten das übergeordnete Ziel. Dieses Szenario habe so lange Bestand, wie der kurzfristig etablierte Aufwärtstrend bei 6 460 Punkten nicht unterschritten werde. Auch für Theuerzeit befindet sich der Dax weiterhin im Bear-Markt, der eine Zwischenerholung sieht.

Etwas skeptischer gegenüber der momentan laufenden Erholungsbewegung zeigt sich Andreas Klähn, technischer Analyst bei der SEB Bank. Für den Euro-Stoxx-50 sieht er zunächst das Aufwärtspotenzial bei 3 729 Punkten als ausgeschöpft an. Der Markt sei überkauft, zudem befinde sich das Trendumfeld im leicht negativen Bereich.

Ein solches Szenario habe Ende Februar eine Abwärtswelle im Euro-Stoxx eingeleitet. Allerdings geht Klähn nicht davon aus, dass das Tief bei 3 417 Punkten nochmals getestet wird. Im Bereich bei 3 521 Punkten dürfte die Abwärtsbewegung diesmal auslaufen.

Mittelfristig seien für den Euro-Stoxx-50 drei Bereiche zu unterscheiden. Zum einen hatte der Index von Ende Januar bis Ende Februar im Bereich bei 3 719 bis 3 875 Punkten einen ersten Boden gebildet. Diese Zone stuft Klähn als "neutralen Bereich" für den europäischen Index ein.

Mit dem Unterschreiten der unteren Begrenzung habe sich ein negatives Szenario eröffnet, in dem sich der Index momentan befinde. Sollte der Index dagegen über die 3 875 Punkte steigen, helle sich das Bild charttechnisch deutlich auf.


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