Auch für Volker Bien, technischer Analyst bei der Unicredit, läuft momentan der Test wichtiger Unterstützungen. Diese liege im Dax bei 6 420 Punkten, beim großen US-Bruder S&P-500 stehe der Test der Unterstützung bei 1 330 Punkten an. Die jüngsten Behavioural-Finance-Analysen deuteten auf eine Stabilisierung bei den mittelfristigen Indikatoren hin. In der Summe zeichne sich damit eine zunehmende Investitionsbereitschaft, allerdings auf noch sehr niedrigem Niveau ab. Unter den Einzelwerten wirft Bien einen Blick auf Siemens, die stark überverkauft sind. Eine gute Unterstützung liege bei 68,80 Euro, bei 73,25 Euro eröffne das Gap aus Mitte März eine Kaufgelegenheit.
Für Thomas Theuerzeit, technischer Analyst bei der Postbank, überwiegen am deutschen Aktienmarkt dagegen die Chancen weiterhin die Risiken. Für die kommenden Tage werde entscheidend, ob die Nackenlinie der inversen Schulter-Kopf-Schulter bei 6 540 Punkten auf Schlusskursbasis unterschritten wird. Damit bestehe Abwärtspotenzial bis in den Bereich des Gap-Close. Allerdings präferiert Theuerzeit momentan das Szenario einer Seitwärtsbewegung im Dax zwischen 6 400 und 7 000 Punkten.
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