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07.05.2008 
Investition in Logistikimmobilien

Geschäft mit Lagerhallen floriert

von Reiner Reichel

Offene Fonds runden ihre Portfolios zunehemd mit Logistikimmobilien ab. Dies dürfte sich auch in der nächsten Zeit nicht ändern. Mit ihrer Nachfrage nach Logistikflächen unterstützen die Investoren den Trend zu größeren Lagerhallen.

DÜSSELDORF. „Jeder möchte Logistik kaufen“, sagt Thomas Vortkamp, Logistik-Spezialist beim Düsseldorfer Immobiliendienstleister Aengevelt. Aengevelt gehört zum Maklernetzwerk DIP – Deutsche Immobilien-Partner. Auf dem deutschen Immobilieninvestmentmarkt sei der Logistik-Sektor zurzeit der einzige, der noch wachse, stellte Aengevelt-Wettbewerber Atisreal nach dem ersten Quartal 2008 fest. Lagerhallen vereinten demnach rund zehn Prozent des Transaktionsvolumens von 8,6 Mrd. Euro auf sich.

Jüngst fielen offene Immobilienfonds als besonders eifrige Käufer auf. „Die offenen Immobilienfonds beschäftigen sich mehr als früher mit Logistikimmobilien“, beobachtet Hans-Jürgen Hoffmann, Leiter des Industrie- und Investmentgeschäfts bei Atisreal. So investiert der Deka-Immobilien-Fonds rund 80 Mill. Euro in eine 83 000 Quadratmeter (qm) große Lagerhalle in Neuss am Rhein.

Der Trend, dass offene Fonds ihre überwiegend aus Bürogebäuden bestehenden Portfolios durch Lagerhallen ergänzen, dürfte anhalten. So kündigte Hubert Spechtenhauser, Chef der Fondsfirma Commerz Real, im Gespräch mit dem Handelsblatt größeres Interesse an Logistikimmobilien an. Dahinter steckt geballte Kaufkraft. Der zehn Mrd. Euro schwere Hausinvest Europa ist das Flaggschiff der Commerzbank-Tochter und der Branche – aber noch immer zu fast drei Vierteln in Bürogebäude investiert.

Die offenen Fonds sind es gewohnt, dreistellige Millionensummen in ein Bürogebäude zu stecken. Einzelinvestitionen von weniger als 20 Mill. Euro sind bei diesen Fonds sehr selten. Mit ihrer Nachfrage nach Logistikflächen unterstützen sie den Trend zu größeren Lagerhallen, weil allein die vom Anlagevolumen her interessant sind. Ausgelöst hat diesen Trend die Erkenntnis, dass die Baukosten je Quadratmeter mit der Hallengröße abnehmen. Das gleiche gilt für die Personalkosten im Betrieb. Für zwei Hallen mit 10 000 qm werden mehr Mitarbeiter benötigt als für eine mit 20 000 qm. „Etwa 65 bis 70 Prozent der Lagerbewirtschaftungskotsen sind Personalkosten“, sagt Aengevelt-Experte Vortkamp.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wo werden die höchsten Mieten gezahlt?

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