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10.07.2006 

Vielfalt an Anlagemöglichkeiten

Aktien: An den internationalen Wertpapierbörsen werden die Aktien zahlreicher Rohstoffproduzenten notiert. Wer in Rohstofftitel investiert, muss sich über die allgemeine Lage am Aktienmarkt, über das Management, die Gewerkschaften, die Bilanzen und die Pensionspläne der Unternehmen informieren. Steigt ein Rohstoffpreis, muss das der Kurs der Produzenten nicht auch tun.

Zertifikate: Eine interessante Variante für Privatanleger sind Zertifikate. Durch diese Form der Verbriefung von Terminkontrakten können Investoren an der Entwicklung einzelner Rohstoffe, eines Rohstoff-Korbes oder von Rohstoffindizes teilhaben. Die Produkte werden an Derivatebörsen wie der Stuttgarter Euwax oder dem entsprechenden Segment in Frankfurt gehandelt.

Investmentfonds: Als weniger riskant und zeitaufwändig gelten Investmentfonds, deren Manager das ihnen anvertraute Geld in Aktien von Rohstoffproduzenten, -verarbeitern oder -händlern investieren.

Futures und Optionen: Anleger, die hohe Risiken nicht scheuen, können sich über Derivate wie Futures und Optionen engagieren, sollten sich aber darüber bewusst sein, dass für ein solch spekulatives Engagement detaillierte Fachkenntnisse nötig sind. Auch hohe Verluste sind möglich, die das eingesetzte Kapital übersteigen können.


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Fallstricke, die Anleger beachten sollten:

Dollar-Dominanz: Fast alle Rohstoffe werden in Dollar gehandelt. Anleger sollten daher in jedem Fall das Währungsrisiko im Auge behalten.

Preisentwicklung: Nicht jedes Anlageinstrument folgt exakt der Preisentwicklung des Rohstoffes. Bei Aktien etwa hängt der Kurs nur teilweise vom Rohstoffpreis ab. Faktoren wie Absicherungsaktivitäten an den Terminmärkten und Bewertungen von Reserven spielen eine wichtige Rolle.

Information: Als recht schwierig hat sich bislang der Zugang zu Rohstoff-Informationen erwiesen. Doch mit dem wachsenden Angebot an Rohstoffinvestments wie Zertifikaten nimmt auch die Zahl der Informationsanbieter zu.

Aktien: Bei Rohstoffunternehmen muss in der Regel eine lange Vorlaufzeit der Investitionen einkalkuliert werden. Von der Suche bis zur Förderung von Rohstoffen vergehen in der Regel Jahre. Politische Unsicherheiten in vielen Regionen können das Risiko erhöhen.

Wetterkapriolen: Insbesondere bei Agrarrohstoffen kann es zu abrupten Preisveränderungen kommen. Dahinter stecken oft Meldungen über unerwartet gute oder schlechte Ernten.


» Mehr zum Thema Rohstoffe und Devisen


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