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08.02.2007 
Krankenkassen

Für Gesundheit müssen alle mehr zahlen

von E. Haacke, A. Henrich, M. Seiwert, M Gerth, Wirtschaftswoche

Nur noch wenige Hürden sind zu überwinden, bis die Gesundheitsreform in Kraft tritt. Alle – gesetzlich und privat Versicherte – müssen wohl tiefer in die Tasche greifen. Was auf Sie zukommt.

Gesundheitsreform: Die meisten müssen mehr zahlen. Foto: dpaLupe

Gesundheitsreform: Die meisten müssen mehr zahlen. Foto: dpa

Wenn drei etwas Grundverschiedenes wollen, dann kommt heraus, was keiner will - und das Ganze lobt man dann mit schiefem Lächeln als Kompromiss. Die Koalition in Berlin eint derzeit vor allem eines: Keiner ist wirklich glücklich mit dem politischen Ergebnis der Gesundheitsreform. Zumal die Details selbst die Fachleute unter den Abgeordneten ins verbale Schleudern bringen.

Umso mehr mühen sich die Spitzen von Union und SPD, die Einigung als jeweils eigenen Erfolg zu verkaufen. "Aber einen dritten Durchbruch überlebt man normalerweise nicht", spottet bereits FDP-Generalsekretär Dirk Niebel über die allgemeinen Erfolgsbekundungen.

Am 2. Februar hat der Bundestag das Paragrafenwerk beschlossen. Am 16. Februar soll der Bundesrat die Reform abnicken, am 1. April träte das Gesetz dann in Kraft. Auch wenn noch nicht alle Details geklärt sind, die Richtung ist klar: Es wird für alle Versicherten teurer - egal, welcher Kassenart. Was sich für Mitglieder der gesetzlichen (GKV) und der privaten Krankenkassen (PKV), Selbstständige und Beamte jetzt ändert:

Grundsätzlich gilt für alle von 2009 an erstmals die Pflicht, sich krankenzuversichern. Für alle ohne Kasse, die sich in der GKV pflichtversichern müssten, ist schon der kommende 1. April der Stichtag. Wer ohne diesen Schutz medizinische Hilfe braucht, wird sie bekommen, muss dann aber alle Beiträge seit April 2007 nachträglich zahlen, so die Planung.

Im Folgenden ein Überblick, was auf die Versicherten zukommt:

» Gesetzlich Versicherte

» Privat Versicherte

» Nicht Versicherte

» Beamte

» Überblick: Neue Freiheit - Was sich alles ändert

» Interview mit DKV-Chef Dibbern: "Hoffnung nicht aufgeben"

Quelle: Wirtschaftswoche

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