Vorsorge + AnlageVorsorge + VersicherungStrategie
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Sonntag, 13. April 2008, 11:00 Uhr
Private Krankenversicherung

Leistung nicht inbegriffen

Von Anke Henrich, Wirtschaftswoche

Die privaten Krankenversicherungen müssen sparen, um trotz politischer Vorgaben die Beiträge stabil zu halten. Ihre Kunden geraten zwischen alle Fronten.


 Mehr zum Thema: Private Krankenversicherung
Artikel

Privatversicherte zahlen bald mehr  (30.04. 12:55)

Artikel

Leises Klagen (22.04. 15:35)

Artikel

Was Versicherer alles wissen (14.04. 00:00)

Zum Special ...



Privat Versicherte bleiben oft auf Teilen ihrer Arztrechnung sitzen. Foto: Archiv
Bild vergrößernPrivat Versicherte bleiben oft auf Teilen ihrer Arztrechnung sitzen. Foto: Archiv

"Gesetzlich Versicherte bekommen häufig mehr Leistungen von ihrer Kasse bezahlt als Privatpatienten", sagt Rolf Klutinius, "sie wissen’s nur nicht." Der Fachanwalt für Sozialrecht berät in seiner Kölner Kanzlei Privatversicherte, die ganz oder auf großen Teilen ihrer Rechnungen sitzen bleiben, weil die Versicherungen die Kostenübernahme verweigert. Manches Mal haben die Unternehmen dabei das Recht auf ihrer Seite. "Viele Kunden lassen sich von günstigen Beiträgen blenden, statt vor Vertragsabschluss nachzulesen, welche Ausschlüsse oder Kostenbegrenzungen sie damit akzeptieren", stellt Klutinius fest.

Versicherungsvertreter stoßen die Interessenten naturgemäß nicht freiwillig mit der Nase auf heikle Punkte. Deren Liste reicht von verkürzten Reha-Aufenthalten über Einschränkungen bei Heilmitteln wie häuslichen Beatmungsgeräten oder Rollstühlen bis hin zu künstlichen Befruchtungen.

Doch viele Versicherer schießen weit über das berechtigte Ziel, Kosten zu sparen, hinaus. Ihre Killerargumente: Behandlungen seien medizinisch unnötig, Honorare überzogen, zweistellige Beitragserhöhungen dringend nötig. Die Nervosität steigt. Das belegt schon die Tatsache, dass sich an fast jedem Landgericht heute eine Kammer auf Streitigkeiten zwischen Patienten und Versicherern spezialisiert hat. Die Arbeit wird ihnen nicht ausgehen: Der politische und wirtschaftliche Druck auf die Privaten nimmt unausweichlich zu.

Das liegt vor allem an vier Punkten.

- Bei den Privaten steigen die Kosten, bei den gesetzlichen Kassen sinken sie zum Teil sogar – siehe Grafik: "Die Kosten der Privaten steigen".
- Immer weniger junge, gesunde Neueinsteiger stabilisieren die unternehmenseigene Mischkalkulation der Generationen.
- Die Gesundheitsreform zwingt die Privaten, ab 2009 einen Basistarif anzubieten, für alle, die ihre hohe monatliche Prämie nicht mehr bezahlen können. Dort gibt es zum Preis des Höchstsatzes der gesetzlichen Kassen von rund 500 Euro Leistungen auf dem Niveau der Gesetzlichen. Die Unternehmen behaupten, dass sich der Tarif nicht rechnet und hausinterne Subventionen benötigt.
- Ab 2009 müssen die Privaten ihren Kunden – ebenfalls politisch gewollt – einen Teil ihrer angesparten Rücklagen fürs Alter bei einem Anbieterwechsel mitgeben. Die neue Freiheit stellen ihnen die Assekuranzen in Rechnung.



Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Rechte der Versicherten


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel Ein bisschen Flair der Privaten(20.04. 10:00)
Tabellen und Infografiken Tabelle: Die Wahltarife der großen Kassen(20.04. 10:00)
Artikel Was Versicherer alles wissen(14.04. 00:00)
Artikel Kritik der Privaten(20.04. 10:00)
Artikel Integrierte Versorgung (20.04. 10:00)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

ZINSESZINS

Die Vorsorgekolumne
Auf morgen verschoben


Mit dem Sparen anzufangen, fällt vielen Bürgern schwer. Das Unterbewusstsein kann sich die weite Zukunft nicht vorstellen. Auch reagiert der Kopf in erster Linie emotional. Es gibt jedoch Wege, sich selbst ein Schnippchen zu schlagen.

Von Gertrud Hussla

ANALYSTENMEINUNG
ArtikelAktienanalysen des Tages
Artikel Kunden-Info: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
Artikel dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen vom 15.05.2008
ArtikelGoldman senkt Ziel für Deere nach Zahlen auf 89 Dollar
DIE FINANZPROFIS

Experten beziehen Stellung zu aktuellen Börsen-Themen
Schweizer Geheimnisse


Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

MARKTINFORMATIONEN
 DAX 7.174,74 +1,32%
 TecDAX 870,84 +1,10%
 Dow 12.992,66 +0,73%
 Nasdaq 2.031,34 +1,70%
 Nikkei 225 14.219,48 -1,00%
 DJGTitans 194,94 +0,17%
 Euro(USD) 1,5467 +0,17%
 Euro-Bund 113,29 +0,10%
 Gold NY 881,25 +1,88%
 Rohöl ($/B) 123,25 +1,22%
DAX 30 TOPS+FLOPS
 Continental 81,81 +3,30%
 Lufthansa 17,42 +3,20%
 Postbank 60,87 +3,08%
 Linde 93,67 -0,56%
 Commerzbank 22,85 -3,59%
 Dt. Telekom 11,25 -5,62%
INTRADAY CHARTS
Dax TecDax DowJones Nasdaq
CHARTANALYSE
ArtikelGoldpreis hat jetzt eine Unterstützungsmarke erreicht
ArtikelUS-Leitindex S&P 500 sendet Erholungssignale
ArtikelDas langfristige Bild für den MDax bleibt negativ
UMFRAGE

Eine Studie der Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert einen Anstieg des Ölpreises in den kommenden zwei Jahren von derzeit rund 125 auf bis zu 200 Dollar. Was ist Ihre Meinung?

Ja, 200 Dollar sind durchaus realistisch.

Nein, der Ölpreis wird eher fallen und die 200-Dollar-Marke wird bis Ende 2009 nicht erreicht.

 
 Umfrageergebnis
 Umfragearchiv
HANDELSBLATT SONDERDRUCK
Alle wichtigen Neuregelungen und Tipps rund um Ihre Privatvorsorge liefert Ihnen der neue Handelsblatt-Sonderdruck „Altersvorsorge“ (2. Ausgabe).
Schutzgebühr: 8,- € (zzgl. Versandkosten).

Bestellen Sie den Handelsblatt-Sonderdruck „Altersvorsorge“ im Handelsblatt-Shop unter » www.handelsblatt-shop.com

Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Volle Kontrolle

Kostenloses Depot: So behalten Sie Ihre Aktien stets im Blick.
Aktien mit Potenzial

Klick für Klick: Welche Dax-Werte das größte Kurspotenzial haben. Jeden Freitag neu!
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick