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03.04.2008 
Fragen und Antworten

Lohnt ein GKV-Wechsel?

Lohnt es sich für Pflichtversicherte, innerhalb der GKV zu wechseln?

Nein, dort lockt nur ein kurzes Glück. Wo der Beitragssatz ab Januar liegen wird, ist noch unklar – 15 Prozent und ein Schnaps drauf. Das entscheidet nicht der Markt oder die Wirtschaftlichkeit, sondern allein die weise Bundesregierung. Aber immerhin zum Nutzen aller, meint Gesundheitsministerin Schmidt: "Der Fonds führt zu mehr Gerechtigkeit, weil die gesamten Einnahmen der Kassen umverteilt werden. Er führt zu Transparenz, weil jeder Versicherte sieht, wie gut seine Kasse wirklich ist. Er führt zu Wettbewerb." So weit die Politikerin.

Beiträge: "Mehr Gerechtigkeit" bedeutet offenbar wieder einmal, dass die meisten mehr zahlen werden. Knapp 85 Prozent der 77 befragten Kassenvorstände rechnen laut einer Studie der Berater von PricewaterhouseCoopers nicht damit, dass der vermutliche 15,3-Prozent-Beitrag in den Einheitsfonds die Finanzierung des Systems auf Dauer sichern wird. Nur sechs Prozent der Vorstände erwarten Senkungen. Ulla Schmidt mag das nicht glauben. Sie kontert: "Bei den großen Kassen – AOK, Barmer, Techniker – werden die Beiträge eher gesenkt."


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Eines steht aber längst fest: Wer bisher unter 15,3 Prozent zahlt, bekommt zum 1. Januar eine Betragserhöhung serviert. So trifft es Innungskrankenkassen mit jetzt unter 13 Prozent (zum Beispiel IKK BIG, IKK Südwest Direkt), viele Betriebskrankenkassen (zum Beispiel BKK RWE, BKK Miele, BKK Dürkopp Adler) oder große Kassen wie die Techniker oder die AOK Westfalen-Lippe (je 13,8 Prozent).

Leistungen: Die sind in allen gesetzlichen Kassen von Gesetzes wegen gleich. Gleich abgespeckt. "In absehbarer Zeit werden die Kassen nicht mehr mit allen Ärzten, Krankenhäusern und Pharmaherstellern zusammenarbeiten", prognostiziert Ralf Sjuts, Chef der Deutschen BKK. Sein Argument: "Nicht alle Anbieter halten unsere Qualitätsstandards ein. Das schadet der Versorgung unserer Mitglieder." Stimmt. Aber die Restriktion nutzt auch der Finanzlage der Kassen, denn die hoffen auf günstige Gruppentarife mit den Versorgern und wollen zusätzlich falsche Therapien samt Folgekosten vermeiden.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Konsequenzen für Versicherte

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