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HANDELSBLATT, Sonntag, 20. April 2008, 10:00 Uhr
Gesundheitsreform

Kostenerstattung

Prinzip: Schaf im Wolfspelz, denn wo privat draufsteht, ist am Ende doch nur gesetzlich drin.


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Daniela Hubloher von der Verbraucherzentrale Frankfurt hat dazu eine klare Meinung: "Dieser Tarif ist Augenwischerei, um die gut verdienenden freiwillig Versicherten bei der Stange zu halten."

Buchführung sollten die dann schon mögen: Anders als sonst in der GKV zahlen sie nicht per Chipkarte und haben dann mit der Rechnung nie wieder zu tun. Sondern sie begleichen die ärztliche Forderung selbst, reichen ihre Forderung bei der Kasse ein, warten, ob die alle Kosten übernimmt und falls nicht, streiten sie sich mit einem Callcenter oder bleiben auf dem Rest sitzen.

Im Gegenzug steigt der Kassenpatient auf zu Doktors Liebling, der ihm dafür – anders als sonst in der GKV – das bis zu 3,5-Fache des üblichen Gebührensatzes in Rechnung stellen darf. Dafür bekommt er schneller einen Termin. Wenn er Glück hat auch beim Promi-Doktor – vorausgesetzt, der hat eine Kassenzulassung.

Nur eines macht der Arzt nicht, warnt Hubloher von der Verbraucherzentrale Frankfurt: "Der Versicherte hat das Gefühl Privatpatient zu sein, aber der Arzt darf ihm keine Leistungen über die der GKV hinaus zukommen lassen. Es sei denn, er zahlt sie zusätzlich selbst. Hinzu kommt, dass der Patient einen Eigenanteil von in der Regel zehn Prozent – auch vom 3,5-fachen Satz – übernehmen muss." Zum Teil müssen die Patienten für den Quasi-Privat-Tarif extra zahlen: So sind es bei der Techniker Krankenkasse 40 Euro im Monat für einen 46-Jährigen.

Vorsicht: Wer sich für Selbstbehalt, Rückerstattung oder Kostenerstattung entscheidet, muss auch bei einer Beitragserhöhung für drei Jahre im Tarif und bei der Kasse bleiben. Eine der wenigen Ausnahmen ist Arbeitslosigkeit. Anders ist es bei der sogenannten integrierten Versorgung, denn nur die schreibt die Gesundheitsreform den Kassen vor.

» Weiter: Integrierte Versorgung

Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 14, 31.03.2008


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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