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29.10.2007 

Daneben bleiben die bescheiden verzinste Kapitallebensversicherung, das Sparbuch und der Geldmarktfonds die Favoriten der Deutschen. Die Aktiensparquote ist auf weniger als zehn Prozent abgesackt, zwei Drittel aller abhängig Beschäftigten lassen sich die Steuergeschenke der Riester-Rente entgehen. Das steuerfreie Sparen über den Betrieb – die Entgeltumwandlung – ignorieren gar rund 90 Prozent aller Beschäftigten. Gerade diese Sparformen sind aber eine Gelegenheit, dem Staat wieder Geld abzuknöpfen.

Wer riestert, kassiert entweder hohe Zulagen oder kann einen gewissen Geldbetrag steuerfrei anlegen. Die Entgeltumwandlung ist allein schon wegen der Steuerstundung bis zum Renteneintritt lukrativ. Über viele Jahre kann der Anleger die gesparten Steuern für sich arbeiten lassen und vom Zinseszinseffekt profitieren. Meist bietet der Rentenvertrag über den Betrieb auch günstigere Abschlusskosten. Im Alter, wenn die erzielte Rente voll zu versteuern ist, ist der Steuersatz obendrein meist niedriger. „Die Entgeltumwandlung haben viel zu wenige Anleger im Blickfeld“, sagt Friess.

Fehler macht jeder Sparer. Doch das finden Experten nicht so dramatisch. Hauptsache, es kommt ein wenig System in die Anlage. Dazu gehört, Geschenke vom Staat nicht verfallen zu lassen und einen gewissen Teil des Vermögens auch in Aktien zu stecken. Die US-Amerikaner etwa investieren rund die Hälfte ihres Vermögens in Aktien. Selbst wenn Aktien stärker schwanken, sollten Anleger bedenken, dass nach einer Korrektur immer auch wieder eine Erholung kommt.

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