0 Bewertungen
04.11.2007 

Die Erträge, die innerhalb des Versicherungsmantels erwirtschaftet werden, sind erst bei Auszahlung mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Bei einer Kapitalauszahlung bleiben 50 Prozent des Wertzuwachses steuerfrei, sofern der Vertrag mindestens zwölf Jahre gelaufen ist und der Versicherungsnehmer dann mindestens 60 Jahre alt ist. Bei Rentenzahlungen stellt lediglich der so genannte Ertragsanteil steuerpflichtiges Einkommen dar. Im Alter von 65 Jahren liegt dieser bei 18 Prozent. Dies stellt einen echten Vorteil dar, da hier die unversteuerten Kapitalerträge verrentet werden. Bei alternativen Sparformen wie Bankspar- oder Fondssparplänen greift ab dem Jahr 2009 die Abgeltungsteuer. Das bedeutet, dass Erträge und realisierte Kursgewinne mit einem Steuersatz von maximal 25 Prozent (plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) belegt werden.

Das große Handicap der kapitalbildenden Versicherungen ist deren hohe Kostenstruktur, die das Produkt in vielen Fällen für den Anleger unrentabel macht. Die bessere Alternative ist die direkte Anlage in Investmentfonds. Trotz Abgeltungsteuer ist die Renditeerwartung hier häufig höher und der Anleger bewahrt sich seine Flexibilität. Er sollte jedoch darauf achten, einen kostengünstigen Anbieter auszuwählen, um hohe Gebühren wie Ausgabeaufschläge zu vermeiden.

Der Autor, Michael Huber, ist Niederlassungsleiter des VZ VermögensZentrums in Farnkfurt und Mitautor der Fachbücher "Finanzcoach für den Ruhestand" und "Ratgeber Ruhestand".


»Großes Special: Alles, was man zum Thema Abgeltungsteuer wissen muss.


Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

weiter Thema: Abgeltungsteuer

Dem Fiskus Paroli bieten 

05.02.2008

Von der Steuererklärung im Bierdeckelformat sind wir Deutschen weit entfernt. Trotz aller Wahlversprechen, Reformmaßnahmen und Absichtserklärungen der Politik gibt es für die Steuererklärung wieder mehr Formulare auszufüllen statt weniger. Ein Grund mehr, sich Durchblick im Steuerdickicht zu verschaffen. Quiz


weiterAnlegerakademie

Die Fieberkurven der Aktienmärkte  Artikel in Merkliste

19.07.2008Im Gegensatz zum Dow Jones ist der Dax ein Performance-Index, bei dem die Dividendenausschüttungen der Unternehmen bei der Kursberechnung berücksichtigt werden. Foto: dpa

Aktienindizes sind die Fieberkurven der Börsen. Ursprünglich sollten sie die Märkte transparenter machen - doch längst erfüllen Indizes noch eine weitere Aufgabe: Sie dienen Anlagestrategen als Basiswerte für Zertifikate oder börsengehandelte Indexfonds. Zwischen Barometer und Anlageprodukt - die beiden Gesichter von Dax und Dow. Artikel


Anzeige