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10.12.2007 

Macht nichts, Sie ziehen in die Seniorenresidenz und kassieren dann den Zins aus Ihrer vermieteten Immobilie? Gegenfrage: Kennen Sie eine andere Geldanlage, die kaum mehr als zwei Prozent Zinsen im Jahr abwirft und dafür nachts um zwei Uhr anruft, weil sie einen Wasserschaden hat? Dann verkaufen Sie die Wohnung eben? Dann wollen wir hoffen, dass die grüne Lage am Stadtrand und das bahamasbeige Bad auch im Jahr 2028 noch trendy sind.


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Sie waren ein schlauer Fuchs, lächeln über zwangsverpflichtete BfA-Mitglieder und zahlen in ein berufsständisches Versorgungswerk ein? Da könnten Ihnen zum Beispiel einige Ärzte aus Niedersachsen erzählen, wie sehr man sich damit verrechnen kann. Journalisten übrigens auch – die jährliche Besitzstandsanzeige ihres Presseversorgungswerkes ist zum Weinen.

Aber Ihre betriebliche Altersvorsorge wird’s reißen? Glückwunsch, dass Sie erstens überhaupt noch eine Zusage bekommen haben und zweitens hoffentlich so viele Jahre bei ihrer Firma angestellt bleiben dürfen, dass Ihre Betriebszugehörigkeit ausreicht, um sie auch kassieren zu können. Und schauen Sie doch bitte ganz genau in Ihre Unterlagen: Stellt der Chef vielleicht gerade von der festen Betriebsrente auf eine lockere Beitragszusage um, deren Kapitalmarktrisiko Sie tragen?

Mit Gesetzesänderungen zur Rentenhöhe, Versteuerung von Kapitalgewinnen oder Erbschaften sowie generell höheren Steuersätzen rechnen Sie aber schon? Oder hätten Sie sich vor zehn Jahren träumen lassen, dass Sie nach einem Jahr Arbeitslosigkeit schon Hartz-IV-Empfänger sein können und Ihr gesamtes Vermögen bis auf maximal 400 Euro pro Lebensjahr – inklusive Altersvorsorge – aufbrauchen müssen, um das Gnadenbrot zu bekommen?

Und ganz tief drinnen in Ihnen, moralisch sauber vergraben im hintersten Winkel, beruhigt die stille Sicherheit: Das elterliche Erbe lacht. Das lächelt nach Abzug langjähriger, explodierender Pflegekosten auch nur noch matt. Genug. Nutzen wir einen verregneten Novemberabend und nehmen unser Alter in Angriff. Danach haben wir Ruhe, 20 Jahre bis zur Rente. Und danach noch mehr. So oder so.

Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 47, 19.11.2007


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weiter Thema: Abgeltungsteuer

Folge 2: Die Eckpunkte der Abgeltungsteuer 

20.08.2008

Ordentliche Erträge, beispielsweise Zinsen, und die so genannten außerordentliche Erträge, beispielsweise Kursgewinne, werden künftig gleich behandelt. Statt des jetzigen Sparerfreibetrags wird es ab 2009 einen Sparerpauschbetrag in gleicher Höhe geben. Video


weiterAnlegerakademie

„Deutschen Anlegern fehlt der lange Atem“  Artikel in Merkliste

30.08.2008, 09:42 Uhr

„Die Deutschen sind gerade dabei, sich eine Wertpapierkultur zuzulegen und haben dabei in der Grundschule angefangen“ meint Ulrich Kater. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt der Chef-Volkswirt bei der Dekabank in Frankfurt am Main, warum das Thema Sicherheit für Anleger so wichtig ist. Artikel


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