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10.02.2008 

Doch viele Menschen machen sich rund ein Jahrzehnt vor Beginn ihres Ruhestands offenbar noch kein konkretes Bild davon, wie viel Geld sie im Alter benötigen. Knapp die Hälfte der 50- bis 60-Jährigen hat nach einem Bericht des Institutes für Demoskopie Allensbach ihre künftige finanzielle Lage noch nicht genau berechnet. Die meisten meinen überdies, das dies kaum möglich sei.

Finanzberater helfen bei der Strukturierung von Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Schulden. Manche Finanzinstitute wie die Postbank richtet sogar ein besonders "Augenmerk auf Senioren". Die Bonner Bank hat ein spezielles Seniorenmarketing eingerichtet. Außerdem berät ein Gremium aus älteren Kunden die Banker regelmäßig etwa darüber, welche Finanzthemen dieser Altersklasse wichtig sind.

Für andere wie die Deutsche Bank gehört individuelle, Lebenszyklus-begleitende Beratung zum "normalen" Beratungsgeschäft. "Mit einer umfangreichen Finanzanalyse, der Finanz- und Vermögensplanung, prüfen wir die individuelle Situation und empfehlen jedem Kunden eine auf seine persönlichen Ziele maßgeschneiderte Strategie", sagt Ulrich Stephan, Leiter Private Banking bei der Deutschen Bank.

Ob man sich nun an einen Bankexperten oder einen unabhängigen Honorarberater wendet: Am Anfang steht der Kassensturz. Zusammen prüfen Berater und Kunde, ob der Bedarf zu den finanziellen Möglichkeiten passt und wie beides angeglichen werden kann.

Ein oft diskutiertes Thema ist dabei nach Erfahrung der Berater, ob ein großzügiges Eigenheim noch zu den künftigen Lebensumständen passt. "Es gibt recht viele Menschen, die im Verhältnis zu ihrem verfügbaren Einkommen und liquiden Vermögen einen riesigen Immobilienbesitz haben", sagt Berater Beer. Er empfiehlt, eine solche Entscheidung so wenig emotional wie möglich zu betrachten.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Flexibilität gerade im Alter

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