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HANDELSBLATT, Samstag, 5. April 2008, 10:00 Uhr
Die größten Fonds in Europa

Bodenschätze zieren das Depot

Von Ingo Narat

Der "World Mining Fund" aus dem Hause Blackrock investiert in die Aktien großer Minenbetreiber sowie in Metall wie Eisenerz und Gold. Auf satte 25 Milliarden Dollar ist er mittlerweile angeschwollen, weil seine Wertentwicklung überdurchschnittlich ist. Und der Fonds-Manager Evy Hambro macht Hoffnung auf mehr.


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FRANKFURT. Was haben Kupfer und Gold in einem Anlegerdepot zu suchen? Nichts. Darauf hätten sich noch vor einigen Jahren fast alle Anlageberater einigen können. Das war einmal. Wenn sich die Wahrnehmung geändert hat, ist das auch der zur Jahrtausendwende gestarteten Hausse der Rohstoffe (Commodities) zu verdanken.

Nur wenige Fondsmanager allerdings haben die 80er- und 90er- Jahre der Rohstoffbaisse überstanden. Und nur wenige können eine langfristige Erfolgsbilanz vorweisen. Zu dieser kleinen Gruppe zählt Evy Hambro, Lenker des "World Mining Fund" aus dem Hause Blackrock. Viele Anleger werden das Aktienprodukt für Rohstofftitel aus dem Metall- und Grundstoffsektor noch Merrill Lynch Investment Managers zuordnen, jenem Fondshaus, das von Blackrock geschluckt wurde.


Tabelle  Infografik: Der World Mining Fund unter der Lupe


Hambro hat den Großteil des Fondsvermögens in die Sektoren Basismetalle und Grundstoffe gesteckt, ein Fünftel in Edelmetalle. Seine Grundinvestments stecken momentan in sechs Aktien: BHP Billiton, Vale, Rio Tinto, Impala, Xstrata und Anglo American machen 40 Prozent des Fondskapitals aus. "Im laufenden Jahr werden die Favoriten Kohle, Eisenerz, Gold und Platin sein, auch die weniger bekannten Mangan und Ferrochrom", sagt der Mann aus London. Die einzelnen Unternehmen fördern selten nur einen einzelnen Rohstoff, denn viele Lagerstätten sind reich an Bodenschätzen.

Der Fonds ist mit allen seinen Teiltranchen in verschiedenen Währungen mittlerweile auf satte 15 Mrd. Dollar angeschwollen. Das ist frischem Geld der Anleger und einer guten Entwicklung der Einzeltitel zu verdanken. Ein Blick auf die Wertentwicklung illustriert die Leistung des Blackrock -Strategen. Über verschiedene Zeiträume hinweg hat der Manager seine direkten Konkurrenten ebenso wie seinen Vergleichsindex abgehängt. Während sich beispielsweise die Aktien-Messlatte für Grundstoffe in den vergangenen fünf Jahren verdreifachte, konnten die Fondsbesitzer ihren Einsatz versiebenfachen. Diese Ergebnisse hinterlassen auch bei unabhängigen Ratingagenturen einen guten Eindruck.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Rekordvolumen an Minenfusionen im Jahr 2008


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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