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HANDELSBLATT, Samstag, 5. April 2008, 10:00 Uhr
Vier Fragen an: André Spee

„Fonds muss Mindestgröße haben“

Von Ingo Narat

Sind Rohstoffe bei Vermögensverwaltern wirklich so beliebt? André Spee von Goncalves & Spee Asset Management spricht mit dem Handelsblatt über seine Rohstoff-Strategie und darüber, warum die Größe so wichtig ist.



André Spee von Goncalves & Spee Asset Management.
Bild vergrößernAndré Spee von Goncalves & Spee Asset Management.

Handelsblatt: Wie gehen Sie mit dem Thema Rohstoffe um?

André Spee: In der Vermögensverwaltung bieten wir insgesamt drei Strategien an: ein konservatives, ein ausgewogenes und ein chancenorientiertes Portfolio. Hier liegen unsere entsprechenden Rohstoff-Quoten aktuell bei drei, neun und zwölf Prozent. Das setzen wir aus Streuungsgründen aber nicht mit Direktinvestments an den Terminmärkten und auch nicht durch Einzeltitelauswahl im Aktienbereich um. Wir nehmen derzeit einen weltweit anlegenden Branchenfonds, den M&G Global Basics, der schwerpunktmäßig auf Unternehmen aus der Grundstoffindustrie und aus weiterverarbeitenden Branchen setzt. Den World Mining Fund von Blackrock beurteilen unsere Analysten ebenfalls als ein sehr gutes, wenn auch sehr volatiles Investment. Außerdem muss man beachten, dass seine Konzentration auf Minenaktien entsprechende Risiken – und Chancen – mit sich bringt.

Läuft es immer auf den M&G- Fonds hinaus?

Nein. Vieles hängt von den Wünschen der Kunden ab, die unser Dienstleistungsangebot in Anspruch nehmen. Dies sind beispielsweise sogenannte §34c-Anlageberater, denen wir Hilfestellung bei der konkreten Produktauswahl und dem Durchleuchten von komplexeren Finanzinstrumenten anbieten.

Welche Rolle spielt bei der Wahl von Fonds die Größe?

Zum einen muss er eine gewisse Mindestgröße besitzen, um die Anlagestrategie auch effizient umsetzen zu können. Zum anderen kann ein zu großer Zustrom an Anlagegeldern auch zum Hindernis werden. Das haben wir bei bekannten Flaggschiffen von DWS, Fidelity und Templeton deutlich gesehen. Der M&G Global Basics hat jetzt ein Vermögen von etwa vier Milliarden Euro. Vermutlich wird es ab einer Größenordnung im zweistelligen Milliardenbereich ähnliche Probleme geben und falls dies sich abzeichnet, würden wir rechtzeitig den Fonds austauschen.

Sind derartige Branchenprodukte auch im Vorfeld der Abgeltungsteuer geeignet?

Ja, nur wenn wir heute unter diesem Aspekt Fonds aussuchen, sollten diese Produkte ein langes Leben haben. Ebenso sollten die Strategien langfristig ausgerichtet sein. Unter diesen Voraussetzungen können wir einen Großteil der Anlagegelder dauerhaft anlegen. Ob wir einen Dachfonds auflegen, wird in Abhängigkeit der konkreten Gesetzeslage zur Abgeltungsteuer entschieden. Wir könnten mit diesem Produkt viel beweglicher auf Markttrends reagieren. Unabhängig davon sehen wir den Aufschwung der Rohstoffpreise als einen dauerhaften Trend.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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