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HANDELSBLATT, Mittwoch, 13. Februar 2008, 16:40 Uhr
Trend zum Fondssparen

Fondsbranche erwartet Nachfrageschub bei Altersvorsorge

Trotz eines positiven Börsenumfelds haben deutsche Privatanleger auch im vergangenen Jahr Aktien als Geldanlage gescheut. Dennoch ist der Fondsverband BVI zuversichtlich, den negativenTrend bei Aktieninvestments im laufenden Jahr umzukehren. Vor der Einführung der Abgeltungssteuer werde vor allem die Nachfrage nach Produkten zur Altersvorsorge steigen.


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Bereits jetzt ist Fondssparen zur Altersvorsorge ein Trend. Foto: Archiv
Bild vergrößernBereits jetzt ist Fondssparen zur Altersvorsorge ein Trend. Foto: Archiv

HB FRANKFURT. Nach Angaben des Fondsverbands BVI zogen Investoren 14,2 Milliarden Euro aus in Deutschland erhältlichen Publikums-Aktienfonds ab und damit so viel wie noch nie. Der Aktienmarkt hatte 2007 trotz der Turbulenzen durch die US-Hypothekenkrise zugelegt: Der Leitindex Dax kam auf ein Plus von mehr als 20 Prozent. Die durchschnittliche Rendite der hierzulande investierten Aktienfonds lag dem BVI zufolge bei 16 Prozent.

Für das laufende Jahr gab sich der Fondsverband auf seiner Jahrespressekonferenz am Mittwoch zuversichtlich, den negativen Trend bei Aktieninvestments umzukehren. Vor der Einführung der Abgeltungssteuer 2009 werde die Nachfrage nach aktienorientierten Produkten zur Altersvorsorge deutlich steigen: Investieren Anleger vor dem 1. Januar 2009 in Investmentfonds, bleiben die Veräußerungsgewinne bei einer Haltedauer von mindestens einem Jahr steuerfrei. Die Abgeltungssteuer fällt in diesem Fall nur auf Erträge wie Zinsen und Dividenden an. Ab 2009 sind neben den Erträgen auch die Veräußerungsgewinne unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig.


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Ein Trend zum Fondssparen zur Altersvorsorge zeichnet sich dem BVI zufolge bereits ab. Der Marktanteil beim Riester-Geschäft sei 2007 um acht Prozentpunkte auf 18 Prozent gestiegen. „Kurzfristig scheut der Deutsche nach wie vor Aktieninvestments, aber auf lange Sicht ist er da durchaus aufgeschlossen“, sagte BVI-Präsident Wolfgang Mansfeld. Daran ändere auch das aktuelle schlechte Börsenumfeld nichts.

Insgesamt erwarte die Fondsbranche, 2008 deutlich mehr Gelder einzusammeln als 2007. Viele große Fondsgesellschaften hätten einen zufriedenstellenden Start ins neue Jahr gemeldet. Erfahrungsgemäß sei das Gros des Neugeschäfts im zweiten Halbjahr zu erwarten, sagte Mansfeld.


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2007 haben die Mitgliedsgesellschaften des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) insgesamt 59,5 Milliarden Euro an neuen Geldern eingesammelt und damit in etwa so viel wie im Vorjahr. In Publikumsfonds flossen mit 30,8 Milliarden Euro fast doppelt so viele Gelder wie 2006. Unbeliebt waren neben Aktien- auch Rentenfonds. Großer Beliebtheit erfreuten sich dagegen Geldmarktfonds. Auch Anlagen in offene Immobilienfonds waren wieder gefragt. Die an professionelle Anleger gerichteten Spezialfonds verzeichneten dagegen deutlich niedrigere Zuflüsse von 28,7 Milliarden Euro. Per Ende Dezember verwaltete die Investmentbranche 1,7 Billionen Euro.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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