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HANDELSBLATT, Mittwoch, 2. April 2008, 14:51 Uhr
Pressekonferenz

Chinesischer Staatsfonds erwartet niedrige Renditen

Der 200 Milliarden Dollar schwere Staatsfonds CIC hat sich konservative Renditeziele gesetzt. Der Fonds war jüngst bei der US-Bank Morgan Stanley und der US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone eingestiegen. Seit dem Einstieg haben die US-Beteiligungen deutlich an Wert verloren.


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HB HONKONG. Der 200 Milliarden Dollar schwere Staatsfonds China Investment Corp (CIC) hat sich angesichts des wachsenden Protektionismus im Ausland lediglich moderate Renditeziele gesetzt.

„Wir denken, wir sind derzeit recht konservativ. Ich gehe davon aus, dass wir eine Kapitalrendite im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen werden“, sagte CIC-Vizepräsident Jesse Wang am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Hongkong. Er verglich die Wertentwicklung des CIC mit der eines Pensionsfonds oder einer Stiftung.

Der Fonds war jüngst mit Milliardenbeträgen bei der US-Bank Morgan Stanley und der US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone eingestiegen. Seit dem Kauf haben die US-Beteiligungen des Staatsfonds an Wert verloren. China hatte den Fonds im vergangenen September ursprünglich aufgelegt, um eine höhere Verzinsung für seine Devisenreserven von rund 1,53 Billionen Dollar zu erhalten.

Morgan Stanley
Chart: Morgan Stanley
Analystenmeinung
Blackstone Group
Chart: Blackstone Group

Der Großteil der Reserven ist in sicheren, aber niedrig verzinsten US-Anleihen angelegt. Derzeit verwalten Staatsfonds, die vor allem aus Asien und dem Nahen Osten kommen, über zwei Billionen Dollar. Nach Schätzungen des US-Finanzministeriums könnte dieser Betrag in den kommenden Jahren auf 15 Billionen Dollar anwachsen.

Befürchtungen von Politikern in den USA und Europa, dass die Investitionen des Fonds politisch motiviert sein könnten, trat Wang entgegen. „CIC ist einer der transparentesten Staatsfonds in der Welt.“ Seit der Kreditklemme im vergangenen Sommer hatten Staatsfonds von Abu Dhabi bis Singapur Beteiligungen in westlichen Großbanken wie Citigroup, Merrill Lynch und UBS erworben.

Daraufhin hatten die Regierungen der betroffenen Länder eine größere Transparenz von den Fonds gefordert. CIC hatte zudem jüngst Medienberichte dementiert, wonach er am Kauf der Allianz-Tochter Dresdner Bank interessiert sein soll.


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Oft sind es die kleinen Meldungen, die den größten Ärger machen. Diese Erfahrung könnte Ihnen, lieber Marcel Rohner, bald in den USA blühen. Vergangene Woche sorgte zunächst die Nachricht für Aufregung, einer Ihrer leitenden Angestellten, der UBS-Banker Martin Liechti, sei von amerikanischen Steuerfahndern festgesetzt und vernommen worden. Eine E-Mail an marcel.rohner@ubs.com.

Torsten Riecke

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